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Über mich, mein leben bis zur Krankheit
Über mich, mein leben bis zur Krankheit

Am 29.05.1973 erblickte ich in Hüttental, jetzt Siegen das Licht der Welt. Meine Eltern waren ganz normale Menschen, und ich hatte noch drei Geschwister. Mein Vater arbeitete hart im Stahlwerk und noch nebenbei um uns ein gutes leben zu bieten, Mutti ging putzen oder arbeitete in der Fabrik. Eine ganz normale deutsche Familie. Erziehung bei uns war streng aber gerecht, muss ich sagen. Mein Vater hatte nie viel zeit für uns, er war mehr auf der Arbeit als bei uns, das war schade. Aber wenn er zeit hatte, meistens dann wenn wir in den Urlaub gefahren sind, verbrachte er viel zeit mit uns, machte die fehlende zeit wieder gut, oder versuchte es. Manchmal brauchte ich ihn, aber wenn er dann mal abends von der maloche kam, fing meine Mutter an, zu erzählen was ich schon wieder angestellt habe, und es gab wieder mal Ärger. Ich wünschte mir manchmal, das er arbeitslos werden sollte, vielleicht wäre dann einiges anders geworden. Geredet hat er wenig, er war meistens nur kaputt vom Arbeiten und war genervt. Ruhige Worte gab es wenig. Ich denke mal ich habe Rebieliert, mich einfach entgegengesetzt von dem was er erwartete, nur um Aufmerksamkeit von ihm zu bekommen. Aber dennoch war oder ist er immer noch ein liebender Vater, den ich ganz doll lieb habe. Groß wurde ich in Weidenau, dann später in Wilgersdorf.
Die Grundschule besuchte ich bis zur vierten Klasse in Siegen, die dritte Klasse machte ich aufgrund meiner Faulheit doppelt. Den Rest der vierten Klasse wurde ich in Wilgersdorf unterrichtet. Ein einfaches und leichtes Kind war ich nicht, es gab dauernd Ärger, und ich habe es oft auch verdient mal ein paar drauf zu bekommen.
Schon im Grundschulalter fing ich an zu klauen, war sehr gut darinnen, man hat mich nur einmal erwischt. So ging es in Wilgersdorf auch weiter. Die Schule lief so nebenbei, sie machte keinen Spaß. Nicht weil sie schwer war, das empfand ich eigentlich nicht, eher manchmal zu leicht, mir fehlte die Förderung und den richtigen Tritt manchmal. Wenn ich mich mal daran begab etwas für die Schule zu tun klappte es mit den Noten, aber meistens habe ich gar nichts gemacht, auch die Hausaufgaben eher weniger als mehr. Nur wenn es darauf ankam, nicht wieder hängen zu bleiben, zeigte ich mal, was in mir steckt, und riss im letzten Moment das Ruder herum, so das ich weiter kam. Meinem Hobby dem Klauen ging ich weiter nach, meistens immer nur Sachen die man brauchte, Tabak, Zigaretten, aber manchmal wurde ich auch erwischt. Es musste was anderes passieren. Mittlerweile war ich gut darin, Detektive schon von weiten zu erkennen, keiner bewegt sich so auffällig wie ein Detektiv. Dann hatte ich eine Idee. Auffällig klauen, so das man erwischt werden musste, dann das zeug unauffällig wieder raus aus der Tasche, beim Zugriff einen dicken machen, und dann eine Entschädigung verlangen. Das klappte wunderbar, so hatte man noch Geld in der Tasche und das klauen wurde weniger, ich hatte einen neuen reiz entdeckt. Erwischt zu werden und doch nichts zu haben. Aber irgendwann machte das alles keinen Spaß mehr, ich dachte eine Etage höher, immer bis nach Siegen zu trampen, war auf der Dauer gesehen, zu langweilig. Wir hatten bei uns im Dorf einen Markt und eine Bäckerei. Vor der Bäckerei lieferte der Lebensmittelwagen an, und wir, ich und noch einer trugen die Sachen in den Markt. Die Verkäuferinnen vertrauten uns recht schnell, und so kam es wie es kam, Sachen rein tragen, Richtung Kasse wieder raus,, und die Taschen voll machen mit Zigaretten. In der Schule wurden sie verkauft. Das klappte super, aber einer gönnte es uns es nicht, wir wurden verraten. Es gab mächtig Ärger von der Schule und vom Elternhaus. Mir tut jetzt noch alles weh, wenn ich daran denke. Grün und blau sah ich aus. Das Jugendamt wurde eingeschaltet von seitens der Schule, weil meine Arme so schön bunt aussahen. Das war mein Freifahrtsschein. Arbeiten zu hause erledigen ist Freiheitsberaubung, sagte die gute Frau zu meinen Eltern. Meinem Vater fiel die Kinnlade runter. Ich genoss es, Freiheit ich komme. Ich nutzte das schamlos aus, half nur noch mit wenn ich wollte und Lust hatte.  So ging es lange zeit, bis zur Lehre, KFZ -Lackierer bei VW/ Audi/Porsche. Na wenigstens etwas dachte ich zuerst, spaß hatte ich nicht direkt daran. Mittags ging ich manchmal rüber zu Kaufland, mir auch mal ne Dose reinziehen, und dort lernte ich Jasmin kennen, und verliebte mich. Ich fing an, über mein bisheriges leben nachzudenken, und entschloss mich mal langsam etwas anzustrengen. Jasmin wohnte ein paar Hundert Meter weiter oberhalb meiner Lehrwerkstatt im Ghetto. Dort wollte ich sie rausholen, und dafür brauchte ich einen richtigen Job. Ich gab mir das erste mal im Leben richtig mühe, etwas zu schaffen. Als sie schwanger wurde von mir, gab ich alles. Jan - Niclas sollte der kleine Mann heißen, Geburtstermin 28.11.1991. Jasmin war nicht streng gläubig, aber sie glaubte an Gott, das war mein erster richtiger Kontakt zu Gläubigen Menschen. Ihre Eltern teilten ihre Ansichten nicht so sehr, ich gab mich damit ab, weil ich sie liebte. Ende August, passierte es. Jasmin war auf einer Feier, ich wollte mir auch einen brennen. Jasmin sagte zu mir, ich nehme mir ein Taxi, trink du dir mal einen. Ich habe es nicht getan, bin gegen 22 Uhr auf die Feier gefahren, Jasmin war schon weg, ihr Bruder hat sie abgeholt. Habe sie mittags zum letzten mal gesehen, ihr Bruder musste wohl getrunken haben, und hat dann mit seinem Wagen einen Baum erwischt, der traf die Beifahrerseite wo meine Jasmin saß, keine Chance für sie, so wie der Wagen aussah. Der Baum stand fast da, wo der Sitz war, der Sitz war weiter hinten. Ich habe mir den Wagen später angeschaut, das hätte ich nicht machen sollen, alles voller Blut, mir wurde und wird immer noch schlecht. Ein Ohrring von ihr lag noch im Auto, mitten in einer Blutlache. Wie schnell war der denn gewesen? So wie der wagen aussah, will ich hoffe das sie nichts gemerkt hat und sofort Tot war.
Vierzehn Tage später sollte die Beerdigung sein, irgendwo in Hessen, wo die Eltern wieder hinziehen wollten, ich wurde per Eilbeschluss von der Beerdigung ausgeschlossen, ihre Eltern gaben mir die Schuld, ihr Bruder auch. Meine Trauer schlug in Wut um, keine Lust mehr auf Arbeit auf gar nichts. Mit wem sollte ich meine Trauer teilen? Mit meinen Eltern die von nichts wussten, die meine Freundin nicht kannten, nichts davon wussten das sie Großeltern wurden, das geht schlecht, der andere sollte Jasmin kennen, damit man über sie reden kann. Alkohol und Ermahnungen vom Arbeitgeber bestimmten mein Leben, mir war alles egal. Das leben schien vorbei zu sein für mich. Ich musste mit jemanden reden der Jasmin auch kannte. Mir fiel spontan nur ihre beste Freundin Alexa ein, auch ein Mädel aus dem Ghetto. Es geschah wie es kommen musste, wir verliebten uns, ich wollte vieles anders machen, wollte sie meinen Eltern vorstellen, mich nicht verstecken mit ihr, wie ich es bei Jasmin gemacht habe. War voller Freude, als ich sie mit zu meinen Eltern nehmen wollte, als Überraschung. Meine Eltern dachten schon ich wäre schwul, da ich noch nie eine Freundin mitgebracht habe. Alexa sagte nein, sie wolle erst meine Eltern kennen lernen wenn wir unsere gemeinsame Wohnung haben und sie mit ihren Eltern abschließen könnte, sie schämte sich. Ihre Eltern habe ich nie nüchtern gesehen und bei ihrem Vater beschränkte sich die Hosenauswahl nur auf zwei Jogginghosen. Ich musste es akzeptieren, konnte ihr den Wunsch nicht abschlagen. September 1992 sagte sie zu mir, Schatz wir müssen eine Wohnung suchen, wir brauchen ein Kinderzimmer. Wann ist es soweit, fragte ich? Ich war total ungeduldig, hätte es am liebsten morgen schon gehabt. Alexa sagte es dauert noch ein Weilchen, so Ende März Anfang April, genaueres wird ihr noch gesagt. Bei der nächsten Untersuchung wussten wir es, 28.03.1993. Mir wurde ganz komisch, schon wieder eine 28, und dann noch der 28.03. Der Geburtstag von Jasmin, ob das gut geht. Dann wurde uns später gesagt, es wird ein Mädchen. Ich weiß es noch genau, ich fragte draußen Alexa, ob es sein kann das Jasmin wiederkommt in unserem Baby. Sie lächelte und sagte, hoffentlich, Jasmin war ein Engel. Ein Engel auf Erden. Am 05.02.1993 wurde Tamia - Sophie geboren, ein wenig zu früh, aber halb so schlimm, sagten die Ärzte, jeden Tag wurde mein kleiner Engel stärker. Mein kleiner Engel sah mich immer an, lächelte mich an, nahm meinen Finger drückte ihn. Ich liebte Tamia von ganzen herzen, mein Wunder, mein Glück unser Glück. Ihre dunklen Kulleraugen strahlten eine Liebe und Wärme aus, wie man sie nicht kennt, die Lebensfreude war ihr anzusehen, sie gab Alexa Kraft, die schwierige Geburt zu vergessen, das sie sich gedreht hatte, und sie stecken blieb, so das eine Not OP gemacht wurde, all dieses hat man beim Blick in Tamias Augen vergessen. So unschuldig lächelte sie einen an, sie war der Sonnenschein auf der Station, der Liebling der Schwestern schien mir, egal was passierte sie strahlte eine Ruhe und Liebe aus, als wäre sie vom Himmel geschickt worden, hat kaum geweint sondern nur gelächelt. Sie hat ihr kurzes Leben nur glücklich verbracht, sieben Tage fast nur gelächelt. Alexa fand sogar, das Tamia das lächeln von Jasmin hat, Jeden Tag war ich im Krankenhaus, da es Probleme gab, lag Alexa auch noch auf Station. Jeden Tag war ich bei den beiden, immer nach der Arbeit, mir fielen kaum noch ausreden ein warum ich später nach hause kam, es gab oft ärger zu hause. Am 13.02.1993 wurde ich von zwei Pflegern und einer Ärztin empfangen, man ließ mich nicht zu meinem Kind, zu meiner Freundin, zur Mutti meines Kindes.
Mir wurde gesagt, das Tamia nachts aufgehört hat zu atmen, ihr Herz hörte einfach auf. Einfach so, ohne Grund. Das geht doch gar nicht, brüllte ich rum, sie lag doch hier im Krankenhaus, habt ihr geschlafen, wurde aggressiv, habe um mich geschlagen, auch einen Pfleger getroffen, war außer mir hatte mich nicht mehr unter Kontrolle, merkte nur noch einen kleinen stich am arm, und dann wurde es dunkel. Als ich wieder zu mir kam, hing ich am Tropf, nur zur Beruhigung, sagte man mir. Ich fragte, könnte ich meine Tochter noch einmal sehen, und wie geht es meiner Freundin. Ich durfte meinen Engel noch mal sehen, zu meiner Freundin sagten sie nichts. Meine kleine sah so friedlich aus, wie ein Engel, ein leichtes Lächeln im Gesicht, als ob sie schlief. Aber sie schlief nicht, sie ist gegangen, kommt nie mehr wieder. Ich verabschiedete mich mit einen Kuss von ihr. Habe das Bild noch vor meinen Augen. Das Bild eines schlafenden Engels. Alexa durfte ich nur kurz besuchen, sie saß wippend auf Bett, der Blick starr aus dem Fenster, erkannte mich nicht. Als ich vor ihr stand, wirkte es so als wenn sie durch mich hindurch schaute, auf meine Berührungen zeigte sie keine Regung, sie war nicht bei sich. Ich fragte die Ärzte was sie ihr gegeben haben, gar nichts war die Antwort, sie haben es ihr gesagt, das ihr Kind tot ist und seitdem ist sie so. Sie kommen nicht mehr an ihr ran, sie ist apathisch. Ihr Bruder aus Frankfurt nahm alles in die Hand, am 18.02.1993 war die Beerdigung in Frankfurt, Alexa ließ er einweisen. Kurz danach verlor ich wegen Alkohol am Steuer mein Führerschein. Danach meine Arbeitsstelle. Mein Absturz begann, ich begann zu saufen, verlor den Führerschein, fing an mich zu prügeln, hatte Anzeigen, nahm Drogen. Erst als ich Stunden abarbeiten musste, änderte sich mein leben, es gab keine Anzeigen mehr. Noch eine Anzeige und ich hätte eingesessen. Leider passierte danach, doch noch was, ich lernte eine Frau kennen, ein liebes Mädchen, aber sie betrügte  mich, egal was soll es dachte ich. Als ich sie zur rede stellte, ich war nicht ganz nüchtern, flippte sie aus, ich bekam ne Vase übern Kopf gezogen von ihr. Da tickte ich aus, schlug nur noch zu, trat zu. Ergebnis, Nasenbeinbruch, Kieferbruch,  etliche Zähne draußen, Rippen angebrochen, Gehirnerschütterung. Später stellte sich heraus das ich ein Alkoholgehalt von 3,4 Promille intus hatte, aber dennoch klare Antworten geben konnte. Der Staatsanwalt meinte ich wäre voll schuldfähig. Mir gab der Richter die Chance, nachdem er von meinem bisherigen Leben hörte, ein Anti - Aggressions- Training zu machen, unter psychologischer Beobachtung. Er meinte ich wäre nicht zurechnungsfähig unter diesen Umständen. Sollte ich dieses nicht wahrnehmen, wird die Strafe zur Haft ausgesetzt. Ab dort waren Anzeigen und Schlägereien Vergangenheit.
 Ich besuchte Alexa immer am 10.06, an ihrem Geburtstag, zu Ostern und zu Weihnachten bis 1997, ab und zu malte sie was, aber reagiert hat sie auf nichts.Ihr Bruder sagte, 4 Jahre sind vorbei, vergiss Alexa, fang neu an, sie wird nie wieder so wie sie mal war, es ist besser für dich meinte er. Er wird sich weiter um das Grab und Alexa kümmern, wenn sie doch wieder zu sich kommt wird er sich melden. Gemeldet hat er sich, 1999 im Januar am 3ten. Alexa ist gestorben sagte er, sie hat sich das Leben genommen. Wie fragte ich? Er sagte, Alexa müsse schon seit längerem etwas gemerkt haben, weil sie Tabletten gesammelt hat, sie haben beim Ausräumen des Zimmers einen Brief entdeckt.
Mein leben war seit 1993 nicht mehr korrekt verlaufen, ich machte nur schulden, wurde selbständig, schmiss hin, arbeitete in der Küche, wo es Alkohol umsonst gab, so das ich mir nur eine Kiste pro Tag kaufen musste, gen Rest holte ich mir auf der Maloche, zu essen brauchte ich nichts, gab es auf der Arbeit. Lernte Frauen kennen, hatte auch meinen Spaß mit Ihnen, keine Frage, aber irgendwie war ich auf der suche, das ich gar nicht bemerkte wie ausgenutzt ich wurde, immer und immer wieder. Habe oft genug Rechnungen nicht bezahlt, Miete, Strom oder was anderes nur für Alkohol oder Frauen war Geld da. Feste Arbeit kannte ich schon lange nicht mehr, denn ich merkte wie der laden in Deutschland läuft. Mit ordentlicher geregelter Arbeit kommst nicht weit, verdienst du nichts, lieber arbeitslos und schwarz, da hast du mehr davon. Am Geld hat es nie gelegen, davon hatte ich manchmal genug. Bin von einem Vermieter zum anderen geflohen, meistens Hauruck Umzüge. So ging es bis Juni 2003, da lernte ich Beatrix kennen. Wir telefonierten oft miteinander. Mitte Juli beschloss ich mich die Frau zu besuchen, sie kam aus Erfurt, hatte sie noch nie gesehen, aber die Beschreibung von ihr klang viel versprechend, langes dunkles Haar, nicht schlank nicht dick, gepflegtes äußeres. Ich sprach mit ihr darüber, das ich übers Wochenende mal vorbeikomme, Beatrix war erfreut. Dann kam der Tag, ich war sehr gespannt, aber ich wurde enttäuscht, sie war genau das Gegenteil von dem was sie sagte, bis auf die langen dunklen Haare. Von gepflegt war nichts zu sehen. Enttäuscht reiste ich abends wieder ab. Gab richtig Gas um schnell weit weg von ihr zu sein. Holte unterwegs noch ne Kiste an der tanke und zog sie mir Nacht um eins noch rein.
Am Sonntag morgen, den 13.07.2003 saß ich nach einer gut durchzechten Nacht vor dem Fernseher, schaltete RTL Text ein, Bekanntschaftsanzeigen. Mal schauen welche Trottel hier Partner suchen, das müssen ja voll die Loser sein, wird doch eh nie was raus, wenn man eine findet. Eine Anzeige fiel mir auf, ich stoppte den RTL Text, und las die Worte immer und immer wieder

Wer hat Lust zu texten, kein Hot, nur D2 Kunden, Telefon…

Ich saß bestimmt, ne halbe Stunde da, und sah sie mir an, starrte auf den Text und wusste gar nichts mehr. Irgendwann fing ich an zu schreiben, Marlene war und ist immer noch ihr Name, wir verstanden uns sehr gut, bis ich einen Fehler machte. Ich schrieb, das ich es liebte auch mal eine Frau zu verwöhnen, zurück kam, ich wusste es doch du willst auch nur das eine. Es dauerte einige SMS bis sich die Wogen wieder glätten, so verging der Sonntag, immer am Handy. Ich erzählte ihr fast alles von mir, das wichtigste, ich bin nicht schlank, sehe nicht gut aus, habe den Arsch voller Schulden, eigentlich Dinge die eine Frau abschrecken sollte. Abgeschreckt hat sie es nicht, ihr was das egal. So was kannte ich nicht, die meisten sind abgehauen wenn sie die Wahrheit über mich erfuhren. Abends haben wir telefoniert, sie sagte auf die paar schulden mehr kommt es nicht an, komm zu mir nach Schwerin, ich sagte kein Problem ich packe und fahre los. Am nächsten Morgen kam ich an, es war Liebe auf den ersten Blick, ich brachte mein leben mit Hilfe meiner Frau auf die reihe. Versuche in Schwerin Fuß zu scheiterten, Arbeit zu finden ist recht schwer, dort, und wenn wird man unter bezahlt, so hätte ich in er Gaststätte anfangen können, Sechs tage Woche und 12 Zwölf Stunden täglich. Einkaufsliste und Warenbestand sollte ich auch noch machen. Verdienst 1000 Euro brutto. Ich lehnte dankend ab, das war echt zu wenig. So kam es was kommen musste, ich zog nach Siegen zurück, ging arbeiten und im März 2004 holte ich Marlene nach. Wir wohnten erstmal bei meinen Eltern, anfangs eine schöne Zeit, später nicht mehr, es gab immer wieder Streit. Zu dieser Zeit war Marlene schwanger, ich bekam angst, das es sich wiederholen würde. Das passieren würde, was schon einmal passierte. Nach einiger Zeit fanden wir auch eine schöne Wohnung in der Maxi das erste Jahr verbrachte. Meine Nerven wurden bei Maxi´s Geburt , 13.09.2004,auf die Probe gestellt, ihre Herztöne sackten ab. Aber alles ging gut.  Aus Angst das wieder was passieren könnte, und diese schmerzen noch mal erleben müsste, hielt ich mich fern von meiner Tochter, ließ keine Liebe zu. Bis sie eineinhalb war. Im August 2005 heirateten wir, Anfang 2006 zogen wir nach Alsdorf, in ein Reihenhaus, das erste mal, nicht in einen Wohnsilo, mit nervenden Nachbarn. Wir kamen mit dem Vermieter nicht zu recht. Mein Bruder hatte ein kleines Häuschen auf Miete, das war schön. Das gefiel uns, wir dachten daran da mal zu wohnen. Es dauerte danach nicht lange, bis auf nur uns bekannten Umstände das Haus leer wurde.
Im September 2006 zogen wir nach Neunkirchen -Struthütten. Dezember 2006 fing ich bei DHL an, als Express Fahrer, sehr schöne Arbeit, früh Feierabend und das Geld stimmte so halbwegs. Alles war perfekt.
Am 03.07.2007 kamen unsere Zwillinge zur Welt, wieder Angst, Finley war groß und kräftig, baute etwas ab und kam auf die Intensiv Station, vorher durften wir ihn auf den Arm nehmen, Yanic sah ich nur von weitem, er kam direkt zu seinem Bruder. Ich bekam Angst, Schmerzen im Herzen. Drei Wochen mussten sie noch im Krankenhaus bleiben, ein Auf und Ab der Gefühle, ständig lag Stress in der Luft, es krachte auch des öfteren. Die Jungs kamen, gesund nach hause, und wieder das gleiche, meine Angst, ließ es nicht zu das ich sie an mich ran ließ in den ersten Lebensjahr. Aus Angst vor Trauer und Schmerz.
Ich entwickelte mich zu einem Tyrann, war immer schlecht gelaunt, brüllte rum und mir rutschte auch mal die Hand aus, war gestresst von der Arbeit. Arbeit war mir sehr wichtig, stand an erster Stelle in meinem Leben, und so sollte es auch bleiben. Ich wollte meiner Familie vieles bieten. Ein anständiges zuhause, mit ordentlichen Möbeln , kein Billigschrott an Möbeln. Es wurde viel auf raten gekauft, und somit war ich an Arbeit gebunden, wer soll das sonst bezahlen. So ging es Tag ein und Tagaus, ab zur Arbeit und malochen, nach hause und wenn der Chef anruft, wird direkt gesprungen. Dann bekam ich die Möglichkeit, Samstag für Cash zu arbeiten, noch mehr Geld am Ende des Monats. Der Gedanke daran war einfach schön, man konnte sich noch mehr leisten. So lief es bis April 2009.
Es fing im Dezember 2008 an, dauernd Erbrechen und Durchfall, mein Gewicht ging von 135 KG bis April auf 85 Kg zurück. Abnehmen wollte ich schon immer, aber so schnell. Meine Frau drohte mir, am Ostermontag, wenn ich morgen nicht zum Arzt gehe und ihr die Wahrheit über meinen Krankheitsverlauf sage, verlässt sie mich, mit Kindern, das hat gesessen. Ich wurde nach Kirchen ins Krankenhaus geschickt, von dort nach Giessen, dann OP. Bösartiger Tumor an der Bauchspeicheldrüse, einer der gemeinsten Krebsarten die es gibt, weil sie zu 85 % zu spät erkannt werden. Ich hatte Glück, keine Metastasen alles entfernt. Dann nur noch Chemotherapie.

Davon möchte ich euch ausführlich berichten, auch was ich zwischen der Chemo- mit meiner Familie erlebt habe.

Aktuelles  
  wie schon aufgefallen ist, kann ich die homepage nicht so fortführen, wie es sich viele wünschen.
ich bin zu sehr in trauer und habe kaum kraft, um die homepage fortzuführen

Ich vermisse meinen Schatz....
 
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Brief von Jesus  
  Du bist einmalig und wunderschön in meinen Augen. Ich sage zu dir: geliebtes Kind. Nichts ist mir zu kostbar für dich - ich bin bereit, alles, wirklich alles, für dich hinzugeben. Mich selbst gebe ich hin für dich.

Was ich dafür von dir möchte? Deine Sorgen, deine Not, deine Unsicherheit, deinen Schmerz und deine Ängste. Gib sie mir und dazu deine Tränen, deine Verzweiflung.

Und ich gebe dir dafür Anteil an meinem Frieden, an meiner Liebe, an meiner Kraft, an meiner Geduld, an meiner Stärke, an meiner Freude, an meinem Königreich.

Keinen Schritt machst du, ohne dass ich bei dir bin. Geh du deinen Lebensweg in der Gewissheit: Du bist nicht allein - und in der Gewissheit, dass er dich nach Hause führt zu deinem himmlischen Vater und zu mir.

Dein Freund Jesus
 
Ich war nie alleine, denn ich sah...  
  Spuren im Sand
Eines Nachts hatte ich einen Traum:
Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn. Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten, Streiflichtern gleich, Bilder aus meinem Leben. Und jedesmal sah ich zwei Fußspuren im Sand, meine eigene und die meines Herrn. Als das letzte Bild an meinen Augen vorübergezogen war, blickte ich zurück. Ich erschrak, als ich entdeckte, daß an vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Spur zu sehen war. Und das waren gerade die schwersten Zeiten meines Lebens.

Besorgt fragte ich den Herrn:
"Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen, da hast du
mir versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein. Aber jetzt entdecke ich, daß in den schwersten Zeiten meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist. Warum hast du mich allein gelassen, als ich dich am meisten brauchte?"

Da antwortete er:
"Mein liebes Kind, ich liebe dich und werde dich nie allein lassen, erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.
Dort wo du nur eine Spur gesehen hast, da habe ich dich getragen."
 
Eines meiner Lieblingslieder, Anker in der Zeit  
  Es gibt bedingungslose Liebe,
die Alles trägt und nie vergeht.
Und unerschütterliche Hoffnung,
die jeden Test der Zeit besteht!
Es gibt ein Licht, das uns den Weg weißt,
auch wenn wir jetzt nicht Alles sehn.
Es gibt Gewissheit unseres Glaubens,
auch wenn wir manches nicht verstehn.

Es gibt Versöhnung, selbst für Feinde,
und echten Frieden nach dem Streit!
Vergebung für die schlimmsten Sünden,
ein neuer Anfang jeder Zeit!
Es gibt ein ew'ges Reich des Friedens,
in uns'rer Mitte lebt es schon!
Ein Stück vom Himmel hier auf Erden,
in Jesus Christus, Gottes Sohn!

Er ist das Zentrum der Geschichte!
Er ist der Anker in der Zeit!
Er ist der Ursprung allen Lebens,
und unser Ziel in Ewigkeit,
und unser Ziel in Ewigkeit.

Es gibt die wunderbare Heilung,
die letzte Rettung in der Not.
Und es gibt Trost in Schmerz und Leiden,
ewiges Leben nach dem Tod!
Es gibt Gerechtigkeit für Alle,
für uns're Treue ew'gen Lohn!
Es gibt ein Hochzeitsmahl für immer,
mit Jesus Christus, Gottes Sohn!

Er ist das Zentrum der Geschichte!
Er ist der Anker in der Zeit!
Er ist der Ursprung allen Lebens,
und unser Ziel in Ewigkeit,
und unser Ziel in Ewigkeit.
(Albert Frey)
 
Du hast die Wunden mir geheilt  
  Du hast die Wunden mir geheilt;
die Schmerzen sind vorbei.
Du bist zu Hilfe mir geeilt; ich fühl das Leben neu.
Du hast dem Arzt die Hand geführt,
durch seine Kunst mich angührt,
und ich hab deine Kraft gespürt. Das Herz ist frei.
Du hast die Wunden mir geheilt;
die Schmerzen sind vorbei.
Du bist zu Hilfe mir geeilt; ich fühl das Leben neu.
Ein Wort biss mir die Seele wund.
Doch dein Wort machte mich gesund;
es kam aus einem Menschenmund. Das Herz ist frei.
Du hast mich manchmal schnell geheilt,
und manchmal nur mit mir die Ängste und und den Schmerz geteilt. Auch dafür dank ich dir. Heut hilfst du so und morgen so; ich staune, wie und wann und wo.
Wenn du nur da bist, bin ich froh. Das Herz wird frei.
 
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