Mein Krebs und der Weg zu Gott
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Hallo, du bist der 107148 Besucher auf meiner Seite. Hoffe es gefällt dir. Viel spaß beim Lesen.
Fast ein Jahr
Ein Jahr besteht aus 12 Monaten, 365 Tage,8760 Stunden,525600 Minuten, und so weiter. Es ist viel in Zahlen gelesen an Minuten. Wenn man dann mal denkt wieviel Minuten wir leben, kommen einige mehr dazu. Jede Minute ist kostbar, die wir leben dürfen.

Fast ein Jahr, in dem ich mit dieser Krankheit lebe, nicht freiwillig, sondern muss. Man nicht selbst entscheiden oder beeinflussen wann es einen besser geht. Wo keine warmen Bäder, Wadenwickel usw. helfen. Wo die krankheit bestimmt, wohin die Reise geht. Man kann nicht bei einer Kreuzung entscheiden, ob man rechts oder links abbiegen will. Der  Krebs bestimmt den Weg, ob nach rechts oder links. Man ist ausgeliefert.

Fast ein Jahr Angst vor jeder Untersuchung, das es heißt, wir können nichts mehr machen. Wo man sich den Arzt anschaut, nach dem CT. Schaut er nachdenklich, oder unterhält er sich angerregt mit einem Kollegen, und schaut einen verstohlen an. Angst davor, das die Ärzte sich winden, wenn sie einem was sagen. Angst davor das man noch soviel verpassen kann. Wie sich die Kinder entwickeln.

Fast ein Jahr, in dem ich mein Leben umstellte, ich merkte was wichtig ist, was unwichtig ist. Unwichtig, ist das Streben nach Geld, nach Status. Was hat man davon, wenn man Krank wird. Man hat nichts davon, vielleicht eine bessere Behandlung durch Ärzte und Schwestern, aber die Medikamente sind die selben. Nicht allzu wichtig ist ist die Arbeit, sie ist zwar Lebensnotwendig aber nicht mehr. Am wichtigsten ist die Familie, das habe ich zu spät gelernt, sonst hätte ich früher auf mein Körper gehört.

Fast ein Jahr, indem ich spüren musste was es heißt, seinem Körper ausgeliefert zu sein. Wenn man nichts mehr machen kann. Sich seinen Körper ergeben muss, im eigenen Kampf gegen sich selbst, man selbst der verlierer ist. Man kann nicht mehr selbst bestimmen was man machen will. Entweder dein Körper lässt es zu, oder er wirft dich zurück. Du bist nicht Herr deiner Muskeln, dein Körper regiert sie.

Fast ein Jahr wo ich erfahren musste, was der Wille, und was die Psyche ist. Ich dachte immer es sind zwei Dinge, die zusammen gehören, aber es doch nicht so ist. Du kannst mit deinem Willen viel erreichen, wenn es deine Psyche zuläßt. Wenn aber deine Psyche sagt, ich will das nicht, hilft auch kein fester Wille. Das musste ich quallvoll feststellen. Mein Wille war fest in dem gedanken die Chemo zu schaffen, die erste, aber meine Psyche sagte nein. Ich dachte ich bekomme meine Psyche soweit, aber was ich dafür bekamm, waren Depressionen, Angstzustände und Panikatacken. Diese Lehrzeit war die Quallvollste und Lehrreichste.

Fast ein Jahr, wo ich im Forum mitgelesen habe, wie die Leute verstarben, fast jeden Tag, immer neue Meldungen. Wo ich mitbekamm, wie scheinbar wichtig das erste Jahr ist, beim Krebs. Wie man miterlebte in Worten, wie Menschen in dem ersten Jahr abbauten. Welche Schmerzen sie eventuell noch hatten.

Fast ein Jahr, wo ich mir Gedanken machte über meine Zukunft. Wo das Wort Tod zu meinem alltäglichen Gedanken gehörte. Wie ich mir nachts Gedanken mache wie es ist, das sterben. Dachte nach welche Schmerzen man dabei fühlt, oder ob man überhaupt was fühlt. Überlegte mir wie ich beerdigt werden will, oder kann, den viel Geld ist nicht da, oder besser gesagt es ist gar nichts da.

Fast ein Jahr, wo ich über alles nachdachte, wo mir mein Leben noch mal vor dem Auge herlief. Ich vieles nochmal erlebte im geiste. Gedanken an schöne Zeiten, Gedanken an schwere zeiten, Gedanken an verrückte zeiten, Gedanken an alles was einem passiert ist.

Fast ein Jahr, welches mich zeichnete. Der Glanz aus den Augen war verschwunden und kehrt langsam wieder.  Meine Freude am Leben war gebrochen und sie kommt schleppend zurück, vieles macht mir keinen spaß mehr, das Feiern, das grillen. Fast ein jahr, das verging, mich aber um Jahre altern ließ, vom gefühl her.

Jetzt nachdem ich fast ein Jahr geschafft habe, stell ich fest, es hat sich sehr vieles geändert in meinem Leben. Mein Leben ging ich vorher ohne Gott, es war ein Leben mit Problemen, ein Leben das ich nicht noch mal erleben möchte, ein Leben wo ich sehr oft alleine war. Inzwischen geh ich mein Leben mit meiner Familie zusammen und mit Gott. Mein Leben ist leichter geworden, probleme gibt es fast keine mehr, ausser mit meiner Krankheit. Mein Leben ist erfüllter geworden, mein Herz hat an Liebe gewonnen, die Liebe Gottes.
Es war ein Jahr mit auf und ab, mit Gedanken an denen ich nicht mehr denken will, es war ein lehreiches Jahr. Ich habe viel gelernt, vor allem das wichtigste, Ärzte können nicht alles, sie kennen unseren Körper nicht richtig. Es heißt immer, man soll gegen die Krankheit kämpfen, es würde helfen, aber warum sterben dann immer noch soviele daran? Sie kämpfen alle dagegen, aber gegen den Krebs hat man keine Chance. Man soll sein leben einfach leben, seine Kraft einteilen, kämpfen heißt Kräfte mobiliesieren die man nicht hat, man verausgabt sich. Krebs ist eine Krankheit, mit der man Leben muss, man muss sie hinnehmen. Viele werden denken, hat er sich aufgegeben? nein das habe ich nicht, ich will Leben, ich kämpfe gegen das Scheißgefühl nach der Chemo, aber ich kämpfe nicht gegen Krebs. Man kämpft auch nicht gegen eine Grippe oder Erkältung an. Man vertraut auf die Medizin. Die Heilung liegt in der Ruhe, so wie es heißt, in der Ruhe liegt die Kraft. Für den verlauf der Krankheit, geht es mir nach fast einem Jahr gut. Ich habe nicht abgebaut.
Meine Frau und meine Kinder geben mir die Kraft, weiter mein leben zu leben, ohne das ich kämpfen muss. Mit der Ruhe ist es bei uns so eine Sache, aber es zeigt mir jeden tag, ich lebe noch, der Stress macht mich öfters mal fertig, aber ohne zu leben kann ich mir nicht vorstellen. Früher sah es anders aus, wenn ich von der Arbeit kam, da wollte ich nur meine Ruhe. Kinder und Haushalt waren Sache meiner Frau, heute sieht es anders aus. Ich denke mal es war Gottes Wille das ich diese Krankheit bekam, mit dem Sinn das ich mein Leben ändern sollte. ich habe mein leben geändert, es ist noch nicht perfekt, aber ich habe angefangen. Fast ein Jahr, es klingt so lange, für mich war es die längste zeit meines Lebens. Eine Zeit die ich nicht nochmal durchmachen will. Eine Zeit die sich für mich anfühlte als wären mehrere jahre vergangen. Fast ein jahr und mir stehen laut Statistik noch vier bevor, bis ich sagen kann, ich habe es geschafft, ich falle aus der Statistik. Aber was sind schon Statistiken, wenn man sie durchkreuzen kann. Auch wenn ich mal den Tag vergesse, wann ich ins Krankenhaus ging, aber eines werde ich nie im leben vergessen es war Ostermontag als meine Frau mir drohte, mich zu verlassen, wenn ich nicht zum Arzt gehe. Es war Ostermontag wo ich langsam begann, auf meine Frau zu hören.


Aktuelles  
  wie schon aufgefallen ist, kann ich die homepage nicht so fortführen, wie es sich viele wünschen.
ich bin zu sehr in trauer und habe kaum kraft, um die homepage fortzuführen

Ich vermisse meinen Schatz....
 
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Brief von Jesus  
  Du bist einmalig und wunderschön in meinen Augen. Ich sage zu dir: geliebtes Kind. Nichts ist mir zu kostbar für dich - ich bin bereit, alles, wirklich alles, für dich hinzugeben. Mich selbst gebe ich hin für dich.

Was ich dafür von dir möchte? Deine Sorgen, deine Not, deine Unsicherheit, deinen Schmerz und deine Ängste. Gib sie mir und dazu deine Tränen, deine Verzweiflung.

Und ich gebe dir dafür Anteil an meinem Frieden, an meiner Liebe, an meiner Kraft, an meiner Geduld, an meiner Stärke, an meiner Freude, an meinem Königreich.

Keinen Schritt machst du, ohne dass ich bei dir bin. Geh du deinen Lebensweg in der Gewissheit: Du bist nicht allein - und in der Gewissheit, dass er dich nach Hause führt zu deinem himmlischen Vater und zu mir.

Dein Freund Jesus
 
Ich war nie alleine, denn ich sah...  
  Spuren im Sand
Eines Nachts hatte ich einen Traum:
Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn. Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten, Streiflichtern gleich, Bilder aus meinem Leben. Und jedesmal sah ich zwei Fußspuren im Sand, meine eigene und die meines Herrn. Als das letzte Bild an meinen Augen vorübergezogen war, blickte ich zurück. Ich erschrak, als ich entdeckte, daß an vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Spur zu sehen war. Und das waren gerade die schwersten Zeiten meines Lebens.

Besorgt fragte ich den Herrn:
"Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen, da hast du
mir versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein. Aber jetzt entdecke ich, daß in den schwersten Zeiten meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist. Warum hast du mich allein gelassen, als ich dich am meisten brauchte?"

Da antwortete er:
"Mein liebes Kind, ich liebe dich und werde dich nie allein lassen, erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.
Dort wo du nur eine Spur gesehen hast, da habe ich dich getragen."
 
Eines meiner Lieblingslieder, Anker in der Zeit  
  Es gibt bedingungslose Liebe,
die Alles trägt und nie vergeht.
Und unerschütterliche Hoffnung,
die jeden Test der Zeit besteht!
Es gibt ein Licht, das uns den Weg weißt,
auch wenn wir jetzt nicht Alles sehn.
Es gibt Gewissheit unseres Glaubens,
auch wenn wir manches nicht verstehn.

Es gibt Versöhnung, selbst für Feinde,
und echten Frieden nach dem Streit!
Vergebung für die schlimmsten Sünden,
ein neuer Anfang jeder Zeit!
Es gibt ein ew'ges Reich des Friedens,
in uns'rer Mitte lebt es schon!
Ein Stück vom Himmel hier auf Erden,
in Jesus Christus, Gottes Sohn!

Er ist das Zentrum der Geschichte!
Er ist der Anker in der Zeit!
Er ist der Ursprung allen Lebens,
und unser Ziel in Ewigkeit,
und unser Ziel in Ewigkeit.

Es gibt die wunderbare Heilung,
die letzte Rettung in der Not.
Und es gibt Trost in Schmerz und Leiden,
ewiges Leben nach dem Tod!
Es gibt Gerechtigkeit für Alle,
für uns're Treue ew'gen Lohn!
Es gibt ein Hochzeitsmahl für immer,
mit Jesus Christus, Gottes Sohn!

Er ist das Zentrum der Geschichte!
Er ist der Anker in der Zeit!
Er ist der Ursprung allen Lebens,
und unser Ziel in Ewigkeit,
und unser Ziel in Ewigkeit.
(Albert Frey)
 
Du hast die Wunden mir geheilt  
  Du hast die Wunden mir geheilt;
die Schmerzen sind vorbei.
Du bist zu Hilfe mir geeilt; ich fühl das Leben neu.
Du hast dem Arzt die Hand geführt,
durch seine Kunst mich angührt,
und ich hab deine Kraft gespürt. Das Herz ist frei.
Du hast die Wunden mir geheilt;
die Schmerzen sind vorbei.
Du bist zu Hilfe mir geeilt; ich fühl das Leben neu.
Ein Wort biss mir die Seele wund.
Doch dein Wort machte mich gesund;
es kam aus einem Menschenmund. Das Herz ist frei.
Du hast mich manchmal schnell geheilt,
und manchmal nur mit mir die Ängste und und den Schmerz geteilt. Auch dafür dank ich dir. Heut hilfst du so und morgen so; ich staune, wie und wann und wo.
Wenn du nur da bist, bin ich froh. Das Herz wird frei.
 
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