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Oktober 2010
07.10.2010
Ein paar Tage sind wieder ins Land gegangen, und es ist wieder was geschehen. Eigentlich war ich froh gewesen, jetzt rente zu beziehen, aber irgendwie geht es nicht weiter, es hängt nur an den Arbeitsamt. Habe bei der rentenanstalt mal nachgefragt wegen der Rente wann sie ausbezahlt wird. Die junge dame, sehr sympathische Stimme und sehr freundlich erklärte mir es ausfürlich, von Seiten der Krankenkasse besteht keine Einwand, da haben sie ihre Unterlagen, das sie bis Ende August abrechnen, vom Amt liegt ihnen noch nichts vor, das brauchen sie. 
Wenn das Amt bis Anfang Oktober abrechnet, kommt die erste Rente, erst Ende November, wenn sie bis September abrechnet dann kommt die erste Ende Oktober, wenn sie aber wie die Krankenkasse zu August abrechnet steht mir diesen Monat die Rente noch zu, und solange sie das nicht wissen, können sie nichts machen. ich sollte beim Amt anrufen, und denen sagen sie sollen der rentenanstalt bescheid geben, bis wann sie abrechnen, das reicht. Vier zeilen, ganz schnell geschrieben. Ich rief beim Amt an, und teilte das der Faru mit, das könnten sie nicht, sie müssen alles gegen rechnen, neu berrechen usw. das dauert ein wenig, aber sie beeilen sich. Ich meinte ich brauche aber noch geld diesen Monat. Wir beeilen uns, hieß es. Jetzt heißt es warten und warten.......und immer noch warten.
Das erstmal zur Rente, man merkt einige denken mit, einige gehen Dienst nach vorschrift.   Dann rief die Sprechstunde von meiner Hausärtzin an, und meinte die Frau Doktor möchte gerne mit Ihnen reden, sie hat mit ihrem Onkologen geredet. geht es nächste Woche Dienstag 10 uhr? Kein Problem, meinte ich.
Ich bekam ein ungutes gefühl im Magenberreich, stellte mir wieder nur das schlimmste vor, was sein konnte, lag fast die ganze nacht wach, war nur am denken, so einen scheißkrankheit, man denkt zuviel dabei, und nicht immer nur das gute. Aber irgendwann machte es klick.....ich habe mein leben unseren Vater anvertraut, er wird mich behüten und wird mich führen und wenn es zeit ist, wird er mir den Weg durch seinen Sohn jesus zu ihm zeigen, da Gefühl wich etwas. ich dachte wieder nach, kam aber zu dem entschluß, wenn was schlimmes wäre, hätte sie mich noch am gleichen tag zu sich bestellt und der Onkologe hätte mich angerufen. Fast drei Monate ist es her nach dem letzten CT, da kann nichts schlimmes kommen, ich fühle mich wohl und alles ander stimmt auch soweit. Aber komische gedanken und gefühle bleiben erstmal, man ist dem krebs ausgeliefert. Chemo dient nur lebensverlängert bei einigen Krebsarten nicht der heilung, das habe ich mal gelesen. Ablenken ist angesagt. heute morgen haben wir gelbe farbe gekauft, für den Wintergarten, wetterschutzfarbe damit das Holz geschützt wird. Die erste schicht ist fertig, es fehlen noch ein zwei Anstriche, gelb deckt nicht besonders gut. Na so habe ich was zu tun. Holz habe ich direkt auch noch mit genommen, um die Türen neu einzufassen, sozusagen Türzargen selber bauen, damit die Türen besser abschließen und es nicht mehr so zieht. Und hier, euch zu schreiben was so passiert, lenkt auch einen sehr sehr gut ab, hier kann man seinen gedanken freien lauf lassen, wenn es sein muss, und wenn man nicht weiß wie man sich ausdrücken soll. Oder man sich nicht mit worten ausdrücken kann, und da ich weiß, das mein Schatz hier auch liest, fällt es mir manchmal hier leichter. Spätenstens am 10 melde ich mich wieder, und sage euch was bis dahin passiert ist.

13.10.2010
Gestern war der Tag an dem meinen Hausärztin mit mir reden wollte, ich war schon etwas nervös. Aber es kam ganz anders...die Spechstunde rief an und sagte das die Fraui Doctor auf Hausbesuch wäre und es würde sich alles verschieben. Nächster Termin, nächsten Montag, halb elf. Na mal schauen was bis dahin so passiert. Unmittelbar danach wurde ich ruhig, eine innere Ruhe kam in mir, die ganzen Sorgen und gedanken schien wie weg zu sein. Mir kam der gedanke in den Kopf, siehste so schlimm kann es nicht sein, wenn sie verschiebt, es ist nichts, alles in Ordnung.  Ohne mir weiter den Kopf zu zermartern ging ich in den Wintergarten, machte dort die Türzargen fertig. Sieht richtig gut aus, am vortag klebte ich die Seitenteile mit Silikon ein, dabei merkte ich, das ich wohl etwas zuviel verwendet haben musste, es schleifte hier und dort bei den Türen was vorher nicht der Fall war, also nacharbeiten, aber jetzt ist alles in Ordnung. Werde noch gardinen vor den Türen setzen und mal mit nem Ofen einheiutzen, mal schauen wie warm es wird. Letztes jahr hat es durch die Türen gezogen und durch die Fenster, die Punkte habe ich dieses Jahr abgearbeitet. mal schauen, muss den Ofen erst vom Platz holen, und dabei werde ich das Vorzelt schon mal was abstützen, ausbauen werde ich wohl auf nächstes Jahr schieben müssen, jetzt wird es zu kalt.
 Zur zeit lese ich den Schlunz, eine Geschichte von einem Jungen der im Wald gefunden wird, sein gedächniss verloren hat und in eine christliche Pflegefamilie aufgenommen wird, wo er viele Fragen stellt über Gott, Jesus und die Bibel. Er erlebt sehr viele Abenteuer und macht viele Streiche, eine sieben teilige Buchreihe für Kinder, sehr schön und lustig. Verschlinge fast die Bücher, werde sie alle nochmal lesen wenn ich komplett durch bin, denn jedesmal ein zwei Wochen pause zwischen den Bändern bevor man den nächsten hat, da verliert man schnell den Überblick. Gestern abend wurden wir von unseren Zweiteltern eingeladen zum Essen auf dem Steimel. Davor dreheten wir erst eine Runde zu Fuss durch den Wald und unterhielten uns. Mein Zweitpapa kann es immer noch nicht so recht verstehen, das ich keine Chemo mehr machen werde. ich habe es versucht nochmal zu erklären, es geht nur um die KInder. Als Eltern hat man die Verantwortung gegenüber seinen Kindern, das ist schon klar, und das ich das mit Abbruch nicht mache, kann man zweiseitig sehen. In meinen Augen haben wir als Eltern auch die Verantwortung das unsere Kinder glücklich aufwachsen und das war leider während der Chemo nicht möglich. Ich habe meistens nur gebrüllt, war genervt und ziemlich aggressiv, und so kann man keine Kinder erziehen, das ist verantwortungslos, in meinen Augen. Aber es ist mein Entschluss, und bis jetzt geht es mir eigentlich so ganz gut.
Die letzten Tage konnte ich ab und zu mal wieder bei meiner Frau schlafen im Schlafzimmer, es scheint so das die Jungs es verstanden haben, das sie im Schlafzimmer nachts nichts zu suchen haben, und in ihren Betten schlafen sollen. Ich hoffe das es noch lange so bleibt, das sie oben schlafen. Gestern und vorgestern ging es mir gar nicht so recht, entweder tat mir die Schulter weh, das ich fast gar nichts machen konnte oder ich bekam Kopfschmerzen, immer abwechselnd. Heute ist mal wieder die Schulter dran, und dann vergesse ich noch, gestern abend Brot zu backen und musste heute morgen raus Brötchen holen, man was das Kalt. Scheiben kratzen und dann die ersten Hundert Meter im kalten Auto. der wagen wird zwar recht schnell warm, aber erstmal ist es doch kalt, und dann waren die Brötchen aufgebacken, so schien es. Na geschmeckt haben sie mir dennoch, meiner Frau waren sie etwas zu knusprig, denke ich. Sodele ich werde jetzt noch etwas im Haushalt erledigen, da meine Mamili auf der Arbeit ist, und mich zwischen durch über die Jungs aufregen, da sie nicht im Kindergarten sind, weil dort gebaut wird. Wegen der rente, meine Frau hat gestern mit dem Arbeitsamt gesprochen, die Sachbearbeiterin ist nach Wilnsdorf und die Vertretung dachte wir bekommen schon Rente. Sie wusste nichts davon das sie bei der rentenstelle bescheid geben müssen wenn sie kein geld mehr bekommen. Das nenne ich doch mal tolle zusammenarbeit, sie schickt das schreiben heute noch raus, sagte sie, mal schauen was passiert. Morgen will ich mit meinem Schatz die Reifen wechseln und die Stoßstange vorne zumachen, na das kleine Loch, das beim Unfall passiert ist, nicht das man noch Ärger bekommt von der Polizei. Heute wird mein Papa siebzig, werde gleich mal gute wünschen.

17.10.2010
Nun sitze ich hier , denke über die letzten tage nach und freue mich über das erlebte. Am Freitag, 15.10 war ich mit meiner Frau im Feiert Jesus Konzert in Siegen, ne halbe stunde Autofahrt ungefähr. Irgendwas war im Radio, ich weiß nicht mehr aber etwas regte mich auf, oder wir kamen auf etwas zu sprechen. Es ging um Arbeitslose, um die Zahl, die unsere Regierung nächstes Jahr unter drei Millionen bringen will, ich halte das für sehr unwahrscheinlich, von den ungefähr 5,6 Millionen Menschen, 2,6 Millionen an die Arbeit zu bringen. Aber wenn man so nachdenkt, kurz nach der Wende, sind leider durch die damalige Regierung so viele Arbeitslos geworden, die dürften mittlerweile im Rentenalter sein, die fallen schon mal, und wenn das Geld nicht reicht, gibt’s es kein ALG2 mehr, sondern Wohngeld, andere Kostenstelle, raus aus der Statistik. Dann werden bestimmt einige wieder in eine Umschulung reingebracht, wo laut Arbeitsamt die meisten Chancen bestehen, Arbeit zu bekommen, aber leider werden diese Berufe zur zeit nur gesucht, was in zwei Jahren ist, weiß man dann auch nicht. Einen Großteil der Arbeitslosen bekommen sie eh nicht mehr los, das sind viele Jugendliche, die keine Zukunftschance mehr gesehen haben, Schule geschmissen haben, früh Kinder bekommen haben. Verlorene Seelen der Gesellschaft, unserer Gesellschaft, denen man auch keine Chance mehr gibt, weil sie in Gegenden wohnen wo man nur Vorurteile hat. Na , so war ich mit meiner Frau am reden, einfach so. Worüber man sich Gedanken macht eben. Mittlerweile sind wir in Siegen angekommen, kurz Auto parken, und dann ging es den rest des Weges zu Fuß weiter. Mein Schatzili wollte noch kurz auf die Toilette und ich stand erstmal alleine rum, aber wie es mal so ist, bei uns Christen, lange blieb man nicht alleine, und so wurden ich angesprochen, von einer jungen Dame die beim cvjg arbeit. Wir unterhielten uns, meine Frau kam dazu, und so wurde es noch ein interessantes Gespräch. Auf dem Weg zu unseren Plätzen sagte sie mit einem Grinsen dich kann man nicht mal zwei Minuten alleine lassen, und schon redest du mit einer fremden Frau, darauf sagte ich nur, siehste mal, so einen gut aussehenden Mann hast du.

Das Konzert war einfach der Hammer, gleich zu Beginn, herrschte eine sehr gute ausgelassene Stimmung. Es ging dann auch ziemlich schnell los, eine kurze anrede und schon bebete der Saal. Die Liedtexte wurden angezeigt, und man wurde aufgefordert mitzusingen, sich zu bewegen. Vor einem Jahr hätte ich nie gedacht, das Musik über Jesus, Gott soviel Spaß machen könnte, so was hätte ich mir nie reingezogen, noch nicht mal ein Takt davon angehört. Und heute?? Es ist so schön, was die Musik in einem bewegt. Texte laden zum nachdenken ein, machen einen froh, manchmal auch traurig. Sie gehen direkt ins Herz rein, erfreuen es. Bringen es zum springen, es zum tanzen.  Zwischendurch immer mal wieder Dankesworte zu unserem Vater von Albert Frey dem Sänger, und weiter ging es. Die Stimmung schien nie zu enden, alle waren erfüllt von Gottes Liebe, so was habe ich bisher noch nie erlebt. Egal ob jung oder alt, jeder war erfüllt von der Freude die im dem Saal herrschte. Eins steht auf jedenfalls fest, wenn es nächstes Jahr wieder so was gibt ich bin dabei, und wenn ich im Rolli dahin muss, mir egal. Diese Lebensfreude die man da auftankt, Wahnsinn, unbeschreiblich. Einfach geil. Das Glücksgefühl hält jetzt noch an, ein schönes warmes Gefühl der Zufriedenheit. Die Zufriedenheit, den richtigen Weg gefunden zu haben, den Weg zu unserem Vater. Für Menschen die die Liebe Gottes, die Liebe unseres Vaters, die Verbundenheit mit unserem Bruder Jesus nicht kennen ist es schwer zu beschreiben, was die Musik auslöst. Eine große Familie, die ausgelassen gefeiert hat, waren wir alle am Freitag, eine Gemeinschaft, die alles das selbe Ziel hat, am ende des Lebens durch Jesus zu unserem Vater zu gelangen. Brüder und Schwestern die die Liebe spüren und kennen, wissen was für ein Gefühl ich meine, man kann es schlecht beschreiben. Die Musik ist ganz verschieden, über rockig bis ruhig, von leise gesungen bis laut, sie erreicht jeden, der sein herz für unseren Vater und Bruder öffnet.

Gestern Abend waren wir bei meinem Vater auf dem Geburtstag, er ist am 13.10, 70 Jahre geworden, lange nicht gesehene Verwandten erschienen, und es fiel mir auf, wie alt sie alle doch geworden sind, und welche gebrechen sie haben. Nichts ist für die Ewigkeit, auch das irdische Leben endet irgendwann einmal, und das ewige Leben bei unserem Vater beginnt.  Wenn man so darüber nachdenkt, ich kenne meinen Papa jetzt schon 37 Jahre, erinnern kann man sich aber nur ungefähr an 33 Jahre, die ersten vier Jahre verschwinden irgendwann mal aus der Erinnerung wenn man älter wird. Die Kindheit und Jugend war nicht immer leicht, ich habe viel angestellt, war ich vielleicht doch so schlimm wie meine Jungs, oder noch schlimmer, und habe es öfters mal zu spüren bekommen. Auf jedenfalls nie umsonst. Was hat sich mein Papa früher abgerackert um uns vier Kinder ein gutes leben zu bieten, zweimal im Jahr im Urlaub und jede Woche auf dem Campingplatz, er ging 12 Stunden im Stahlwerk malochen und dann noch nebenbei, ich habe eigentlich, wenn ich mich so daran erinnere nicht viel zeit mit meinem Papa gehabt, er war ja meistens arbeiten, aber dennoch lieb ich ihn. Denn die zeit im Urlaub, wenn er nicht arbeiten musste, verbrachte er mit uns, eine schöne zeit, die man nie vergisst. Es ist schon was komisch im Leben, negative Erinnerungen scheint der Mensch zu verdrängen, bis man sie vergisst. Schöne Zeiten bleiben immer im herzen, und erfreuen einen jedes Mal wenn daran denkt. So gegen neun Uhr fuhren wir wieder, die Jungs wurden müde, und mir steckte noch das Konzert im Körper, früher war alles anders, früher hätte es mich nicht gestört, aber früher ist nicht mehr, das Leben geht weiter, und es bleibt nicht so wie es ist. Man hat gute Zeiten und schwere Zeiten. Mal gehen die schweren Zeiten spurlos vorbei, manchmal hinterlassen sie Spuren. Alles ändert sich, nichts bleibt wie es ist.
Besonders schön fand ich, wie mein Neffe auftauchte, ein frischgebackener Papa. Man sah ihn sofort an, wie stolz er war, glücklich. Auch der Lütte von ihm, ein süßer Fratz, zwar ein wenig klein und zerbrechlich, aber total süß. Unser Vater wird schon sorgen das ihm nichts passiert. Auch seine Freundin, sah sehr glücklich aus, stolz. Beide hatten ein strahlen in den Augen, das man nur kennt, wenn man selber schon mal Eltern geworden ist. So behutsam wie er umgeht mit dem kleinen Wurm, so sorgfältig, das kennt man kaum von ihm, wenn man ihn kennt. Er hat sich um die eigene Achse gedreht, ein liebevoller Papa ist aus ihm geworden, man wird eben älter, und nichts bleibt so wie es mal war.

Es ist nun doch etwas mehr geworden als wie ich wollte, aber wenn man einmal angefangen hat, hört man so schnell nicht mehr auf.

26.10.2010
Habe euch total vergessen zu sagen, was bei meiner Ärztin rausgekommen ist. Sie meinte der Onkologe ist positiv überrascht von meinen werten, aber er will doch gerne noch mal selber nachschauen, Lungenkontrolle.
jetzt am Freitag habe ich einen Termin, 29.10 um halb neun. Lungenkontrolle, da war doch was dieses Jahr..... im frühjahr, und nach der Kontrolle brach die WElt zusammen, alle werte total kaputt, Chemo musste begonnen werden, aber soweit denke ich nicht. Ich fühle mich sonst sehr gut, na gut die Luftprobleme und schmerzen dabei, aber das ist nicht sneues. Aber nun kommt die Schulter noch dazu, diese wahnsinnigen tauben schmerzen. Meine Ärztin meint, es könnte evetl. ein Lymphknoten sein, der auf einen Nerv drückt, dann müsste er raus, oder Athrose. Ich stimme eher auf Athrose, den wenn es warm ist, wird es besser.
Ich werde am Freitag mal darauf ansprechen, mal schauen was er sagt. Ob nun am Freitag schon ein CT gemacht wird, glaube ich nicht, denn ich rief nur bei der Praxis an, und bekam den termin direkt. Oder die Praxis hat eingriff auf den terminplaner im Krankenhaus, kann auch möglich sein, ich lasse mich überraschen, essen werde ich morgens nicht.
Mache mir dennoch Gedanken, den es reichen schon ein paar Monate und es kann vorbei sein, wie bei einer guten Freundin, im Frühjahr sagte sie es ist soweit alles in Ordnung und gestern bekam ich mit, das jetzt das gegenteil eingetreten ist, keine chance mehr. das macht einen zu schaffen. Ich muss noch dreieinhalb jahre durchstehen, dann habe ich die 5 Jahres grenze gepackt, und die chancen steigen enorm, aber es ist noch solange. Es wird einem immer vor den Augen geführt wie es gehen kann, wie schnell. Angst davor habe ich nicht, den ich weiß, ich glaube das ich dann von unserem vater in die Arme genommen werde und getröstet, er mir dann alles abnimmt, das ich kein leid mehr verspüre, ich keine Träne mehr weine. Es wartet auf mich, das ewige Leben, wie sagen soviele, das ewige Leben hinterm Regenbogen fängt es an. Ein schöner gedanke, man sieht den regenbogen, ein freunglicher Bogen mit leuchtenden strahlenden Farben.
Angst hat man dennoch ein wenig, weil man nicht weiß wie es zuende geht, man macht sich gedanken darüber, wie es ohne einen weiter geht.




Aktuelles  
  wie schon aufgefallen ist, kann ich die homepage nicht so fortführen, wie es sich viele wünschen.
ich bin zu sehr in trauer und habe kaum kraft, um die homepage fortzuführen

Ich vermisse meinen Schatz....
 
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Brief von Jesus  
  Du bist einmalig und wunderschön in meinen Augen. Ich sage zu dir: geliebtes Kind. Nichts ist mir zu kostbar für dich - ich bin bereit, alles, wirklich alles, für dich hinzugeben. Mich selbst gebe ich hin für dich.

Was ich dafür von dir möchte? Deine Sorgen, deine Not, deine Unsicherheit, deinen Schmerz und deine Ängste. Gib sie mir und dazu deine Tränen, deine Verzweiflung.

Und ich gebe dir dafür Anteil an meinem Frieden, an meiner Liebe, an meiner Kraft, an meiner Geduld, an meiner Stärke, an meiner Freude, an meinem Königreich.

Keinen Schritt machst du, ohne dass ich bei dir bin. Geh du deinen Lebensweg in der Gewissheit: Du bist nicht allein - und in der Gewissheit, dass er dich nach Hause führt zu deinem himmlischen Vater und zu mir.

Dein Freund Jesus
 
Ich war nie alleine, denn ich sah...  
  Spuren im Sand
Eines Nachts hatte ich einen Traum:
Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn. Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten, Streiflichtern gleich, Bilder aus meinem Leben. Und jedesmal sah ich zwei Fußspuren im Sand, meine eigene und die meines Herrn. Als das letzte Bild an meinen Augen vorübergezogen war, blickte ich zurück. Ich erschrak, als ich entdeckte, daß an vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Spur zu sehen war. Und das waren gerade die schwersten Zeiten meines Lebens.

Besorgt fragte ich den Herrn:
"Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen, da hast du
mir versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein. Aber jetzt entdecke ich, daß in den schwersten Zeiten meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist. Warum hast du mich allein gelassen, als ich dich am meisten brauchte?"

Da antwortete er:
"Mein liebes Kind, ich liebe dich und werde dich nie allein lassen, erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.
Dort wo du nur eine Spur gesehen hast, da habe ich dich getragen."
 
Eines meiner Lieblingslieder, Anker in der Zeit  
  Es gibt bedingungslose Liebe,
die Alles trägt und nie vergeht.
Und unerschütterliche Hoffnung,
die jeden Test der Zeit besteht!
Es gibt ein Licht, das uns den Weg weißt,
auch wenn wir jetzt nicht Alles sehn.
Es gibt Gewissheit unseres Glaubens,
auch wenn wir manches nicht verstehn.

Es gibt Versöhnung, selbst für Feinde,
und echten Frieden nach dem Streit!
Vergebung für die schlimmsten Sünden,
ein neuer Anfang jeder Zeit!
Es gibt ein ew'ges Reich des Friedens,
in uns'rer Mitte lebt es schon!
Ein Stück vom Himmel hier auf Erden,
in Jesus Christus, Gottes Sohn!

Er ist das Zentrum der Geschichte!
Er ist der Anker in der Zeit!
Er ist der Ursprung allen Lebens,
und unser Ziel in Ewigkeit,
und unser Ziel in Ewigkeit.

Es gibt die wunderbare Heilung,
die letzte Rettung in der Not.
Und es gibt Trost in Schmerz und Leiden,
ewiges Leben nach dem Tod!
Es gibt Gerechtigkeit für Alle,
für uns're Treue ew'gen Lohn!
Es gibt ein Hochzeitsmahl für immer,
mit Jesus Christus, Gottes Sohn!

Er ist das Zentrum der Geschichte!
Er ist der Anker in der Zeit!
Er ist der Ursprung allen Lebens,
und unser Ziel in Ewigkeit,
und unser Ziel in Ewigkeit.
(Albert Frey)
 
Du hast die Wunden mir geheilt  
  Du hast die Wunden mir geheilt;
die Schmerzen sind vorbei.
Du bist zu Hilfe mir geeilt; ich fühl das Leben neu.
Du hast dem Arzt die Hand geführt,
durch seine Kunst mich angührt,
und ich hab deine Kraft gespürt. Das Herz ist frei.
Du hast die Wunden mir geheilt;
die Schmerzen sind vorbei.
Du bist zu Hilfe mir geeilt; ich fühl das Leben neu.
Ein Wort biss mir die Seele wund.
Doch dein Wort machte mich gesund;
es kam aus einem Menschenmund. Das Herz ist frei.
Du hast mich manchmal schnell geheilt,
und manchmal nur mit mir die Ängste und und den Schmerz geteilt. Auch dafür dank ich dir. Heut hilfst du so und morgen so; ich staune, wie und wann und wo.
Wenn du nur da bist, bin ich froh. Das Herz wird frei.
 
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