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Warten auf dem Port
Warten auf den Port

Heute haben wir den 17.02.2010, das Krankenhaus hat sich gemeldet, es bleibt mir nicht erspart, an zwei tagen dahin zu fahren. Am Dienstag den 23.02 wird ein Aufklärungsgespräch gemacht, über die Nebenwirkungen und Risiken und einen tag später soll der Port gelegt werden, den einen tag dazwischen hat man Bedenkzeit, ob man es wirklich möchte. Passt gut, genügend Zeit, zum Nachdenken. Zeit spielt eine kleine Rolle in meinen leben hat man sie noch oder nicht. Ich hoffe es, das mir noch viel zeit bleibt. Den ganzen Tag kreisten Gedanken in meinen Kopf, so das er anfing zu dröhnen, ich redete mit unseren Vater, sehr viel, fragte ihn was ich machen soll, was er davon hält, ob er mir meine Zeit noch gibt, oder ob er mich nach Hause ruft. Es war eine intensive zeit, im Gebet. Die Bibel zu lesen dafür war einfach keine zeit, jedes Mal wenn ich zeit hatte sprach ich mit ihm, im Stillen und hoffte auf ein Zeichen, irgendein Zeichen, egal welches. Morgens, wie die Kinder weg waren, sich in den Kindergarten vergnügten, konnte man die Gedanken freien lauf lassen, die Gedanken diese Welt zu verlassen, die Tränen liefen, es war keiner da, keine Kinder, die fragen könnten, was hast du, Papa? Die zeit morgens habe ich öfters genutzt, einfach alles laufen lassen, die Gefühle raus zulassen,  für Besuch stand dennoch die Tür immer auf, er muss nur gefasst sein, das ich heule, oder es mir ansieht. Ich habe es noch nicht richtig gerafft, was los ist.

Lymphknoten vergrößert, Bauchspeicheldrüse vergrößert, Tumormarker 100-fach erhöht, wir versuchen eine Chemo-, dann sehen wir weiter.

Das geht mir immer durch den Kopf, immer und immer wieder. Wenn die Ärzte doch was wissen sagen die doch, erstmal ne Chemo- dann weiterschauen und evtl. noch das machen. Aber diesmal ging es nur bis, dann sehen wir weiter. Was heißt das? Eine Antwort bekam ich nicht, den die wusste keiner was ist, was wird. Was wird mit den Ergebnissen während der Chemo- passieren? Werden sie sich verbessern oder verschlechtern, keine konnte mir eine Antwort geben. Ich setzte erstmal meine Hoffnung, meine Kraft in den Lebenswillen für die nächsten zwei Monate, ich will noch nicht, zu unserem Vater. Wieder fing ich an mit unserem Vater zu reden, bat ihm mir zu helfen, mich nicht zu verlassen, ich habe ihn gebeten mir in dieser zeit zu mir zu stehen, mich zu unterstützen, mir Kraft zu geben. Was ist aber, wenn keine Änderung eintritt? Was wird dann? Wird das mein Ende sein, ist meine zeit abgelaufen, darf ich meine Kinder nicht mehr aufwachsen sehen?  Daran will ich erst gar nicht denken, verscheuche den Gedanken, aber er kommt immer wieder. Ich versuche zu schlafen, klappt aber irgendwie nicht, ich döse ein, aber richtig schlafen ist das nicht. Der gleiche Schlaf wie letzte Nacht. Die Frau ist zu guten Freunden gefahren, zum reden, sie kann nicht mehr, ist mit den nerven auch fertig. Ich brauchte meine Ruhe. Ich gehe durch unser Haus, ich sage unser Haus, auch wenn nur zur Miete ist, hier fühlen wir uns wohl und hier wollen wir alt werden, so sagten wir mal, hoffe das es so bleibt. Jedenfalls sieht es zur zeit so aus, das es meine Frau erleben wird, ich nicht mehr, das alt werden.  Es fällt mir noch soviel auf, was ich noch machen will. Ich sehe was schon gemacht ist. Meine Gedanken gehen zurück, wie es aussah, als wir einzogen, es roch nach Zigaretten und Alkohol, alles war dreckig und rußig zum Teil, die Türrahmen schwarz, die Wände gelb vom Nikotin. Der Teppichboden stank, war aber dennoch zu retten, und der Dachboden wurde nicht besonders gut ausgebaut. Im Schlafzimmer befand sich ein Partyraum. Ich erinnere mich, wie schlau ich war, als gelernter Maler und Lackierer, die Wand im Wohnzimmer neu zu verputzen, weil stellenweise der alte Lehmputz runter kam, wie schlau einfach den Putz an die Wand werfen und nicht darauf zu achten das man sämtliche alte Tapete entfernt hat, das Ergebnis bekam ich am nächsten tag zu sehen. Stellen weise war der neue Putz mit Tapete runter gefallen, na gut, so waren wenigstens die Wände Tapeten frei. Die Fensterrahmen wurden neu gestrichen, weil man den Nikotin nicht mehr abbekam, wie ich den Dachboden neu ausgebaut habe, wie ich den Wintergarten gebaut habe, aus einem einfachen Carport,  wie oft wir gegrillt haben mit Freunden, die Küche umgebaut wurde, die Tür zum Flur geschlossen wurde, und eine Einbauküche bestellt wurde. Ich erinnerte mich wie die Jungs zur Welt kamen, die ersten schritte hier liefen, wie Maxime hier sehr große Fortschritte machte in ihrer Entwicklung. Schöne Erinnerungen, und das soll vorbei sein. Nein nicht mit mir, ich werde kämpfen, unser Vater wird mir helfen es zu schaffen, ein liebevoller Vater lässt seine Kinder nicht alleine. So redete ich oft mit Gott, vorwürfe machte ich ihm keine, kann man auch nicht, wer selber Eltern ist, wird es verstehen, das immer mal was passieren kann, auch wenn man noch so gut aufpasst.. Meine Eltern kamen noch vorbei, es wurde viel geredet. Vieles haben sie nicht verstanden, ich denke mal aus Unwissenheit. Das es jetzt so ist, hat nichts damit zu tun, das ich die erste Chemo- abgebrochen habe, dafür waren zu lange alle Werte in Ordnung. Auch das ich bedenken habe mit der Chemo-, aufgrund der schlechten Erfahrungen, das ich sie will, aber meine Psyche dagegen ist, das haben sie nicht so ganz verstanden. Meine Einstellung, das ich diesen versuch mit der Chemo- jetzt mache und wenn das nichts bringt keine Versuche mehr mache, sondern dann die Zeit nur noch Genießen will, haben sie nicht so ganz verstanden, ich soll doch alles versuchen, ich soll nicht aufgeben. Was habe ich davon, wenn ich alles versuche und es nichts bringt, die zeit mit Versuchen vergeude und nicht mit meinen Kindern. Verstehen kann ich meine Eltern, das eigene Kind zu verlieren ist hart, verdammt hart, ich habe es zweimal durchgemacht, es reicht. Ich fand es super von meinen Eltern, als sie merkten das meine Frau mit den Kindern kommt, und dann das Thema gewechselt haben, das die Kinder nichts mitbekamen. Sie waren auch nicht mehr lange da, denke mal das es ihnen zu schwer wurde, die Gedanken zu verdrängen, was sein kann oder sein wird. Es sieht nicht gut aus, für mich, doch ich kämpfe. Es reicht mir schon, wenn die Tumormarker sich erheblich verringern, evtl. die Drüse kleiner wird. Ich möchte keinen kleinen Fortschritt sehen, sonder einen mittleren. Das ist mein Ziel, dann geht es weiter. Dann kamen mir Gedanken der Chemo- in den Kopf, wie es letztes Jahr war, Angstzustände, Panik Attacken und das Zeug hatte ich nur 30 Minuten am Arm, jetzt soll ich eine Pumpe bekommen, die 24 Stunden läuft, und ab und zu mal was einspritzt, da bekomme ich jetzt schon ein komisches Gefühl. Ein Angstgefühl, leichte Panik. Weiß nicht wie es nächste Woche sein wird, wenn ich sie umhabe, wie es dann ist. Ich weiß nur, wenn ich beim anlegen schon Probleme bekomme, lasse ich es sein, dann müssen sie sich was anderes überlegen. Ich werde es nicht versuchen, und mich dann evtl. den ganzen Tag quälen. Der Nachmittag war noch recht schön, sind noch zu Geschwistern gegangen, zum Kaffee und haben geredet, aber nicht nur über die Krankheit. Irgendwie war es anders, nicht so wie sonst der Besuch bei ihnen. Nicht von Ihrer Seite sondern von meiner Seite her. Die Gedanken waren auch nicht bei der Krankheit, waren woanders, es war schön. Man braucht das mal, eine Ablenkung von den ganzen Mist. So langsam, kann ich über die Zukunft nachdenken, was ist wenn es vorbei ist, und es treibt mir keine Träne mehr in den Augen, ich habe mich damit abgefunden das es so ist, aber dennoch werde ich nicht aufgeben. Meine Augen sind tränen leer, es sind keine mehr da, alle Tränen sind draußen. Meine Frau will noch mal mit meiner Hausärztin reden, nur zur Sicherheit, das alles so ist, wie man es schon mal gehört hat vom Onkologen. Morgen haben wir einen Termin, morgen der 18.02.2010, ein tag ist rum, viele werden noch hoffentlich folgen, einschlafen konnte ich nicht gut, obwohl ich richtig müde war, ich war kaputt, vom Denken vom Grübeln, müde vor Angst.
Heute waren wir bei meiner Hausärztin, nur zur Sicherheit, das ich nichts falsch verstanden habe. Sie erklärte mir soweit noch mal alles. Die Chemo- wird gemacht, weil der Arzt nicht weiß was los ist, warum die Werte erhöht sind, und die Drüse und Knoten vergrößert sind. Sie wollen mit der Chemo- versuchen, die Werte nach unten zu bringen, evtl. alles kleiner werden zu lassen. Wie gesagt versuchen, ich soll mich aber nicht verrückt machen, es ist noch nicht alles entschieden. Was nach der Chemo- gemacht wird, wird dann erst geklärt, wenn neue Daten auf den Tisch liegen. Alles ist möglich. Alles kann aber auch kann nicht. Ich soll die Hoffnung nicht aufgeben. Es sieht zwar nicht gut aus, weil niemand weiß was los ist. Aber es kann auch harmlos sein. Meine Frau, hat einen klareren Kopf, ist etwas mies gelaunt den ganzen tag, abends erklärte sie mir warum. Ich würde nur noch ans Sterben denken und sonst nichts, ich grüble über ihre Worte nach, sie hat recht, aber das sagte ich ihr nicht. Ich hatte immer nur den Gedanken, wenn die chemo- nichts bringt ist es vorbei. Ist es ja auch, aber nicht direkt, es können noch Jahre vergehen. Aber es werden Jahre sein, die man nicht genießen wird, weil man weiß, es kommt der tag, früher als gewollt, und mit schmerzen.  Bei dem Krebs, tritt der Tod meistens ein, weil die Organe versagen, die wichtigen, Leber und Lunge. Der Körper vergiftet sich selbst. Es wird nicht schmerzlos von statten gehen. Die Angst das es so sein könnte zieht einen runter macht einen fertig. Die Angst das nichts mehr geht. Vater hilf mir in meiner Not, Vater lass mich nicht alleine. Ich denke einfach nur umgekehrt, ich finde mich damit ab das ich sterben muss, so ist der Gedanke an den Tod weg und ich genieße jeden Tag aufs neue. Ist irgendwie ein Widerspruch an sich, aber es hilft. Du weißt du stirbst, in dem Moment wo du das begreifst, genießt du dein leben neu, genießt jeden tag anders, siehst die Dinge anders. Der Tag neigt sich zu Ende, war den ganzen tag nur am Grübeln, und bin des Denkens müde geworden, werde mein Frauchen schocken und zu ihr gehen, wir haben kurz nach neun, so früh war ich noch nie im bett.
Der Morgen ging, ziemlich gut rum, habe mich etwas abgelenkt, mit Kochen, bloß nicht rum sitzen und denken. Mein Frauchen lag auf der Couch und war eingeschlafen, habe sie noch mal richtig zugedeckt, und sie beobachtet beim schlafen, freute mich sie so friedlich zu sehen, ohne Anspannung im Gesicht. Das was zur zeit abgeht, hinterlässt viele Spuren, wir waren uns schon sicher, jetzt kann nichts mehr kommen und der Erguss an der Lunge, geht im Frühjahr vorbei, wenn es wärmer wird. Es lief einfach alles mehr oder weniger gut in den letzten Monaten. Ich wurde etwas erträglicher, war nicht mehr so extrem gereizt, konnte auch mal sitzen bleiben und einen Film Genießen. Es schlich sich wieder eine Normalität ins Leben, der Gedanke an der Krankheit wurde immer dünner, man dachte kaum noch daran. Und nun, ging alles wieder von vorne los.
Habe mir noch eine DVD angemacht, Abraham, und habe meine Homepage mal aufgeräumt. So langsam wird mir auch bewusst, das es eigentlich doch nicht so eine schlechte Nachricht ist, eher keine Nachricht, denn der Arzt weiß ja auch nicht was los ist, er will versuchen und dann weitersehen. Was soll denn schon rauskommen, mehr als schlimmer geht es ja nicht. Man liegt ja schon ganz unten, tiefer geht es nur mit geschlossenen Augen. Meistens bekommt man dann erst den Hammer wenn man versucht aufzustehen, und das bringt zur zeit nichts, weil man im ungewissen lebt. Eigentlich bin ich genau so schlau wie vorher, da wusste ich auch nichts, nur jetzt weiß ich das der Arzt auch nichts weiß, oder er es verschweigt um einen nicht die letzte Hoffnung zu nehmen. Was ist wenn er weiß was los ist und sagt es nicht, dann ist es nicht so gut. Irgendwie passt die Antwort doch vom Arzt, es sieht nicht gut aus. Das ist besser wenn man unwissend ist, als wenn man sagt es sieht gut aus oder es sieht richtig schlecht aus. Das Denken um den Satz wird mir zuviel, ich denke und denke, was wenn er doch weiß was ist, und tut nur so das er nichts weiß was ist. Es fällt mir auf, wenn man Krank ist, und nicht nur ein wenig, sondern eine richtige verdammte scheiß Krankheit hat, wo es wenige Ausgänge ist, fängt die Mutter aller Fragen mit "Was" an, und geht nach dem "Wie" über.
Z.B, Was ist wenn ich sterbe (Mutterfrage), wie wird es sein, wie wird es meine Frau auffassen usw., für ein "Warum" und "Weshalb" ist dann kaum noch Platz. Ich werde die Mutterfrage nicht stellen, die will ich nicht, fange an sie zu hassen, die macht dich kaputt. Diese Frage, werde ich beantworten mit, das wird nicht passieren. Es wird nicht passieren, weil Gott mich beschützt. Weil er an meiner Seite sitzt und mir die hand hält. Es ist schon komisch, über was man sich Gedanken machen kann, wenn man nur noch denken kann, die DVD läuft mittlerweile nur noch als Hörspiel. Ich werde sie mir naher noch mal anschauen, wenn meine Frau mit Maxi zur Ergo geht. Marlene ist erwacht und holt die Kinder vom Kindergarten, dann erstmal was essen. Liege bequem auf der Couch, Frau ist mit Maxi weg, die Jungs spielen oben friedlich, denke ich, ich höre nichts, außer den kleinen Stampfen, ihrer Füße, die DVD läuft. Ich schlafe ein. Ein derbes Krachen lässt mich aufschrecken, die Lego Holzkiste, flog die Treppe runter, nichts neues bei uns, die beiden streiten sich, ganz normaler Alltag, einer weint, der andere lacht. Ich gehe zur Toilette, Fenster auf dabei. Ich höre was, Hallo, Du!,  komisch, die Haustür ist abgeschlossen, wieso klingt das als wenn die Jungs draußen sind, Wintergarten schießt mir durch den Kopf, nichts wie raus aus den Bad. Wintergarten zu, das Zimmerfenster der Jungs im ersten Stock, im Laufschritt Treppe hoch, wieder nichts Fenster zu. Ach du schreck, Chaos Pur, Lego, Holzbausteine, Little People und Holzpuzzle auf ein Haufen gekippt und umgerührt. Na super, denke ich, aufräumen macht spaß. Da ist die Stimme wieder, Hallo Du!
Ab die Treppe runter, Gitter vom Schlafzimmer ist auf,(wir haben beim kleinen Flur der zum Keller und Schlafzimmer führt ein Treppenschutzgitter) Kellertür auf und Licht an. Runter im Keller, alles zu. Im Eilschritt durch den Keller, den Eisenträger vergessen, nicht gebückt und bums…. Mein Kopf brummt, wie tausend Bienen, mir wird etwas schummrig in den Beinen. Man hört jetzt beide deutlich, Hallo Du! Letzte Möglichkeit, Schlafzimmer. Treppe rauf und ab ins Schlafzimmer, da stehen sie beide auf der Heizung, haben das Fenster aufgemacht und rufen Hallo du! Mir ist zum Meckern zu mute, aber irgendwie kann ich nicht, der Kopf schmerzt und hämmert. Die beiden haben mich auch vom denken abgehalten. Ich liebe meine Terrorkrümel. Mittags war ich mit den Jungs bei einer sehr lieben Freundin V., die Luft tat gut, der Kopf beruhigte sich, eine schramme war deutlich zu sehen, na ja wenn man die dünn bewachsene stelle am Kopf erwischt, kann man mit Haaren nichts mehr verdecken. Namen möchte ich nicht nennen, ich werde sie meine Kleine Schwester nennen. Diese Frau hat fünf Kinder, und nichts bringt sie aus der Fassung, jedenfalls nicht wenn sie besuch hat, man ist immer herzlich willkommen, die Tür steht immer auf. Bemerkenswert wie sie das macht. Mein kleiner, Fini mag sie, ohne Ende. Diese Frau, strahlt ne Ruhe aus, das mag er denke ich. Wie immer wurden wir sehr herzlich aufgenommen, die Jungs vergriffen sich an den Brot dann am Kuchen und dann am Pudding. Es tat sehr gut, zu reden, über das was mir durch den Kopf ging, ich weiß bei ihr kann man immer reden, es ist mir manchmal unangenehm weil wir sooft bei ihr sind, als ob wir kein zuhause hätten, aber man weiß das braucht man nicht. Das Reden mit einer Frau, die den fast gleichen Mist durchgemacht hat tut gut. Ich kann während der Chemo- zu ihr kommen, zum Reden damit die zeit rum geht, und ich die Pumpe vergesse. Das werde ich wohl in Anspruch nehmen, denke ich, weiß ich, wenn mein Körper, meine Psyche nichts gegen die Chemo- hat. Es war ein wunderbarer schöner Nachmittag, mit leichtem Brummen im Schädel lege ich mich ins bett, endlich ruhe, Augen zu uns schlafen.
Ich habe gut geschlafen, vielleicht hat sich der Körper den verpassten schlaf der letzten tage einfach genommen, aufgewacht bin ich ziemlich spät, meine Frau ließ mich schlafen, ich wurde durch Brötchen duft und Kaffee geweckt. Nachdem sie die Kinder in den Kindergarten gebracht hatte, hat sie Brötchen mitgebracht und den Tisch gedeckt. Ganz lieb von ihr, man könnte meinen bei uns ist alles in Ordnung, wir hätten keine Probleme. Die nächsten tage vergingen, nichts passierte, ich war wie meistens am denken, und wusste nicht was kommen wird, hatte Angst vor der Zukunft. Aber ich gelernt, wenn man Sorgen hat, gibt es einen mit dem tag und Nacht reden kann, seine Tür steht immer offen und er hat immer ein offenes Ohr für uns. Derjenige ist unser Vater, es ist Gott, unser Schöpfer.
In der Nacht zum Sonntag, jagte mir meine Frau einen Schrecken ein, sie hörte nichts mehr, toll dachte ich, meine Krankheit reicht alleine nicht aus. Sie rief in Kirchener Krankenhaus an und bekam für elf Uhr einen Termin in der  HNO . Sie hat Wasser in den Ohren, was nicht ablaufen kann, es sollen Paukenröhchen oder so gelegt werden, aber erstmal wird es anders ausprobiert. Zum ersten Mal waren wir mit den Zwillingen in der Mittagsstunde, Maxime wurde von Ihrer Zeitpatin vorher abgeholt. Die Predig war super, sie handelte von Krankheit und das man auf Gott vertrauen soll, egal wie es einen geht, er wird uns führen, so ganz konzentrieren konnte ich mich nicht, musste dauernd grinsen, meine Jungs waren mit meiner Frau eine Etage höher, in dem Krabbelgruppenraum, ich konnte sie oft hören, das machte mich froh, immer etwas zu hören. Der Mittag verlief noch recht angenehm und gemütlich, mit unserem sehr lieben besuch. Wir haben eigentlich über alles gesprochen, und nicht nur über ein Thema, schön gemischt. Na, jetzt muss ich doch was zugeben, wir hatten zuerst ein Ehepaar eingeladen, mit denen wir schon mal geredet haben, ich zumindest, und mir lag es doch nahe, sie etwas näher kennen zulernen, und was ist da nicht besser, wenn man gleichzeitig noch ein Paar einlädt mit denen man mehr Kontakt hat, und die beiden sich untereinander gut kennen. Ihr lieber R. und D. seid nicht bös, das wir euch dazu benutzt haben, um das andere Paar, F. und I, besser kennen zulernen. Jetzt wird der Tag langsam auslaufen. Mal sehen was der Abend bringt. Solche Tage halten mich vom Denken fern. Die Chemo- rückt immer näher, die Gedanken kommen öfters, ich versuche mich immer abzulenken, so oft es geht. Schei... Gedanken, schei... Krebs. Du bestimmst meine Gefühle, mein leben, verschwinde aus mir, ich hasse dich.


Aktuelles  
  wie schon aufgefallen ist, kann ich die homepage nicht so fortführen, wie es sich viele wünschen.
ich bin zu sehr in trauer und habe kaum kraft, um die homepage fortzuführen

Ich vermisse meinen Schatz....
 
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Brief von Jesus  
  Du bist einmalig und wunderschön in meinen Augen. Ich sage zu dir: geliebtes Kind. Nichts ist mir zu kostbar für dich - ich bin bereit, alles, wirklich alles, für dich hinzugeben. Mich selbst gebe ich hin für dich.

Was ich dafür von dir möchte? Deine Sorgen, deine Not, deine Unsicherheit, deinen Schmerz und deine Ängste. Gib sie mir und dazu deine Tränen, deine Verzweiflung.

Und ich gebe dir dafür Anteil an meinem Frieden, an meiner Liebe, an meiner Kraft, an meiner Geduld, an meiner Stärke, an meiner Freude, an meinem Königreich.

Keinen Schritt machst du, ohne dass ich bei dir bin. Geh du deinen Lebensweg in der Gewissheit: Du bist nicht allein - und in der Gewissheit, dass er dich nach Hause führt zu deinem himmlischen Vater und zu mir.

Dein Freund Jesus
 
Ich war nie alleine, denn ich sah...  
  Spuren im Sand
Eines Nachts hatte ich einen Traum:
Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn. Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten, Streiflichtern gleich, Bilder aus meinem Leben. Und jedesmal sah ich zwei Fußspuren im Sand, meine eigene und die meines Herrn. Als das letzte Bild an meinen Augen vorübergezogen war, blickte ich zurück. Ich erschrak, als ich entdeckte, daß an vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Spur zu sehen war. Und das waren gerade die schwersten Zeiten meines Lebens.

Besorgt fragte ich den Herrn:
"Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen, da hast du
mir versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein. Aber jetzt entdecke ich, daß in den schwersten Zeiten meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist. Warum hast du mich allein gelassen, als ich dich am meisten brauchte?"

Da antwortete er:
"Mein liebes Kind, ich liebe dich und werde dich nie allein lassen, erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.
Dort wo du nur eine Spur gesehen hast, da habe ich dich getragen."
 
Eines meiner Lieblingslieder, Anker in der Zeit  
  Es gibt bedingungslose Liebe,
die Alles trägt und nie vergeht.
Und unerschütterliche Hoffnung,
die jeden Test der Zeit besteht!
Es gibt ein Licht, das uns den Weg weißt,
auch wenn wir jetzt nicht Alles sehn.
Es gibt Gewissheit unseres Glaubens,
auch wenn wir manches nicht verstehn.

Es gibt Versöhnung, selbst für Feinde,
und echten Frieden nach dem Streit!
Vergebung für die schlimmsten Sünden,
ein neuer Anfang jeder Zeit!
Es gibt ein ew'ges Reich des Friedens,
in uns'rer Mitte lebt es schon!
Ein Stück vom Himmel hier auf Erden,
in Jesus Christus, Gottes Sohn!

Er ist das Zentrum der Geschichte!
Er ist der Anker in der Zeit!
Er ist der Ursprung allen Lebens,
und unser Ziel in Ewigkeit,
und unser Ziel in Ewigkeit.

Es gibt die wunderbare Heilung,
die letzte Rettung in der Not.
Und es gibt Trost in Schmerz und Leiden,
ewiges Leben nach dem Tod!
Es gibt Gerechtigkeit für Alle,
für uns're Treue ew'gen Lohn!
Es gibt ein Hochzeitsmahl für immer,
mit Jesus Christus, Gottes Sohn!

Er ist das Zentrum der Geschichte!
Er ist der Anker in der Zeit!
Er ist der Ursprung allen Lebens,
und unser Ziel in Ewigkeit,
und unser Ziel in Ewigkeit.
(Albert Frey)
 
Du hast die Wunden mir geheilt  
  Du hast die Wunden mir geheilt;
die Schmerzen sind vorbei.
Du bist zu Hilfe mir geeilt; ich fühl das Leben neu.
Du hast dem Arzt die Hand geführt,
durch seine Kunst mich angührt,
und ich hab deine Kraft gespürt. Das Herz ist frei.
Du hast die Wunden mir geheilt;
die Schmerzen sind vorbei.
Du bist zu Hilfe mir geeilt; ich fühl das Leben neu.
Ein Wort biss mir die Seele wund.
Doch dein Wort machte mich gesund;
es kam aus einem Menschenmund. Das Herz ist frei.
Du hast mich manchmal schnell geheilt,
und manchmal nur mit mir die Ängste und und den Schmerz geteilt. Auch dafür dank ich dir. Heut hilfst du so und morgen so; ich staune, wie und wann und wo.
Wenn du nur da bist, bin ich froh. Das Herz wird frei.
 
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