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Giessen Uniklinik und Nachhause

Um viertel vor zwölf sollte es los gehen, ich hatte da so meine Zweifel, das es klappt. Bestimmt hat der Arzt die Papiere noch nicht fertig. So war es auch, es wurde viertel nach eins. Die Barre ist ziemlich unbequem sehr Rückenfeindlich stellte ich sehr schnell fest. Ich stellte mich schon mal auf zwei Stunden Fahrzeit ein, denn die A45 im Winter ab Wilnsdorf ist immer dicht. Zuerst lief es zügig dann nicht mehr, dachte ich doch, Abfahrt Wilnsdorf lag hinter uns. Der Fahrer machte das Martinshorn an, und es ging wieder zügiger voran. Die Leute machten Platz für uns. So genoss ich es, schneller zu sein als die anderen. In Giessen fing der Spaß wie letztes Jahr wieder an, zuerst zur Hauptpforte, da nachfragen, und dann suchen, einige Häuser sah ich mehr als einmal, irgendwie fuhren wir im Kreis, das kam mir bekannt vor, letztes Jahr suchte der Fahrer ne dreiviertel stunde meine Abladestelle, gefühlsmäßig dauerte es diesmal länger. Der Rücken fing an sich zu beschwerden, bzw. die Schulterblätter brannten. Dann endlich wir waren da, man holte mich raus und legte mich auf die nächste Barre, gefühlte 40 Jahre alt das Ding, ein Brett mit 5 cm Schaumstoff so sah es aus. Bequem war es nicht, man schob mich in die Notaufnahme, dort blieb ich erst mal drei Stunden lang liegen, ab und zu schaute mal eine Schwester rein und fragte wie es mir geht. Dann kam eine Ärztin, erklärte mir was mit mir los ist, und dann ging es zum CT, wieder so ein hartes ding. Der Fahrdienst kam mit meinem Bett, ob man dazu Matratze sagen kann, will ich nicht entscheiden. Hart wie Kruppstahl, das Ding. Mein Rücken schrie um Hilfe, na das wird lustig, darauf zu schlafen. Bis Sonntag hielt ich es aus, dann fragte ich nach einer neuen Matratze, die auch bestellt wurde. Medizinisch wurde hier nichts gemacht, außer das man mir Heparin anschloss, ein Blutverdünner, der aber überhaupt nicht anschlagen will. Meine zwei Drainagen wurden durch eine einzige ersetzt. Am Montag Abend war es soweit, meine Matratze war da, ein super flauschiger weicher Kern, wie auf Wolken, ich freute mich schon auf die nacht. Aber schlafen konnte ich nicht, die Schulterblätter brennen beim liegen, also hieß es wieder mal im sitzen schlafen, dann versuchte ich es auf dem Bauch, war aber keine gute Idee, denn da fing die Schulter an, sich zu wehren, Schmerzen gingen überall hin. Also wieder hinsetzten, ich nahm die Einschlafhilfe, war eingeduselt, dann ging der Alarm los, Heparin alle, wieder wach. Mir blieb nichts anderes übrig als mich wach irgendwie schmerzfrei niederzulegen und hoffen noch mal einzuschlafen, was mir auch gelang, aber fünf Minuten später war wecken angesagt, die Schwestern fielen in das Zimmer ein, bewaffnet mit Thermometer, Blutdruckmanschette, Pulsmesser und Blutzuckermesser. Die Schwestern sind hier nett und sorgen sich um einen, man fühlt sich gut aufgehoben. Heute Vormittag wurde mir der Rücken massiert, es tat so gut, ich kann wieder auf demRücken liegen, morgen noch mal kneten lassen, welch eine wohltat. Heute morgen wurde ein CT gemacht, Ergebnis steht noch aus. Zwei Brüder aus der Versammlumg waren heute nachmittag da, wir redeten wegen weihnachten zu hause. Man könnte mich bestimmt doch mal für ein zwei Tage abklemmen, meinten sie, ich solle mal nachfragen, es müsste dann nur alles stimmen, Schmerztabletten und Transport. Einer von Ihnen ist im medizinischen Bereich tätig, der würde dann mein privater Pfleger. Mein Vater kam noch überraschend, es war sehr schön. Wir redeten über das Krankenhaus in Siegen, na klar sie hätten vorher die Leine ziehen sollen, und sagen sollen, das wird,  uns zu hoch, wir schicken sie weiter, aber ändern kann man jetzt nichts mehr. Mal schauen was der Arzt gleich dazu sagt, oder was beim CT rauskommt. Viel zum CT hat er nicht gesagt ausser das eine Lungenspiegelung gemacht werden soll. Ich bekam ein wenig Angst davor, ich kenn das aus Siegen und der Hustenreiz danach war nicht ohne, war ziemlich schmerzhaft. Aber hier ist alles anders, bis auf die narkose, die gab es in Siegen auch. Hier bekommt man das schöne Hemdchen an, dann geht es ab, mit einer LMAA Tablette zum OP, da wird man schlafen gelegt, und schon geht es los. Danach wird man in den Aufwachraum geschoben und verbleibt dort ungefähr eine bis zwei Stunden, trinken und Essen darf man nicht, erst ungefähr vier Stunden danach, damit nichts mehr reizen kann, anders als in Siegen wo man direkt wieder essen und trinken kann. Hier verging alles weniger schmerzhaft, der Hustenreiz war gar nicht da, ich denke mal es war noch alles im Narkose Zustand. Die Spiegelung ergab das es gut aussieht, man jetzt wieder abwarten muss, ich soll mich bewegen, und soll mit dem Atemtrainingsgerät üben. na dann werde ich gleich mal eine Runde drehen, mit dem Rolator, ich schleppe doch nichts dabei durch die Gegend.
Heute morgen wurde ein ganz Körper CT gemacht, von den Knien aufwärts bis zum Hals. Die nette Junge Dame wollte mir was besonderes für besondere Stellen andrehen, ich verneinte dieses und meinte ich habe drei Kinder und mehr halten meine nerven auch nicht mehr aus, war lustig gemeint. ich meinte noch, wer in meiner Situation noch Kinder will, der handelt nicht richtig, jedenfalls war damit das Thema erledigt.Gegen mittag kam dann der Arzt kurz reingehuscht, war wohl etwas in eile denke i ch, teilte mir mit, das sich die Lunge nicht richtig entfaltet, und das sie am Donnerstag operieren werden. Sie wollen sehen was los ist, ob verwachsungen da sind, die sie lösen werden damit sie sich entfalten kann, ich denke mal sie werden auch wenn es nötig ist, etwas entfernen. Tumorbildung können sie nicht ganz ausschließen. Fragen hatte ich erstmal keine, mir war zu diesem zeitpunkt nur wichtig es passiert was. Sie werden mich an der Seite unterhalb der Rippen öffnen, und eine neue narbe wird meinen vollendeten Körper zieren. Andere bezahlen geld dafür, das sie geritzt werden werden, oder wie das heißt und ich bekomme es gratis. Mir geht es eigentlich noch ganz gut, habe zwar ein wenig Bammel, wegen der PDA zur Schmerztherapie oder vor dem verlegen eines Hohlvenenkatheders, weil ganz so schmerzfrei sind diese Aktionen nicht, aber sonst mache ich mir keine gedanken. Unser vater wird bei mir sein, und mich behüten das mir nichts passiert, und wenn doch was passiert, hat er dafür gesorgt das ich nichts merke, hält mir die schmerz dann fern. Bei ihm bin ich in guten Händen. Das wird bei mir gemacht.

Explorative Thorakotomie / Thorakoskopie
Der Brustkorb wird von den Rippen und den Muskeln der Brustwand umschlossen. Die wichtigsten Brustorgane sind Herz und Lunge. Die beiden Lungenflügel liegen in den Brusthöhlen. Lungen und Brustwand werden vom Brustfell ( Pleura) überzogen. Das Herz liegt zwischen den beiden Lungenflügel im Mittelfellraum ( Mediastinum) Bei mir ist der Eingriff notwendig, weil sich der linke Lungenflügel nicht entfaltet. Man will nachschauen, warum das so ist. Die Operation erfolgt in Allgemeinnarkose. Es ist eine seitliche Thorakotomie geplant, und soll so verlaufen.  Der Brustkorb wird seitlich zwischen zwei Rippen eröffnet. Dieser Zugang eignet sich für Eingriffe an Brustwand und Brustfell, an den Brustorganen (Herz, Lungen), Speise- und Luftröhre, großen Blut- und Lymphgefäßen sowie an der Wirbelsäule. Vor dem Verschluss der Brusthöhle wird in der Regel für wenige Tage eine Saugdrainage ( Kunststoffschlauch)  eingelegt um Luft, Sekret und Blutreste abzusaugen und die Entfaltung der Lunge zu erleichtern. In Einzelfällen kann es erforderlich sein, nach dem Eingriff für einige Stunden oder Tage eine Intensivmedizinische Überwachung und eine Nachbeatmung durchzuführen. So können stützende Maßnahmen für Herz und Kreislauf, zum Vorbeugen einer Lungenentzündung oder auch Maßnahmen, die die Entstehung und Verschleppung von Blutgerinnseln verhindern, notwendig werden.
Mit Komplikationen ist bei jeder Operation zu rechnen, hier sind es, Allergische Reaktionen gegen Betäubungsmitteln, Verletzungen an Blutgefäßen, Nerven, Brustorganen die eine Erweiterung des geplantes Eingriffes erfordern, stärkere Blutungen die eine Übertragung von Fremdblut erforderlich machen, Durchblutungsstörung, Nervenschäden, Rippenfellergüsse. Alle aufzuzählen erscheint mir nicht wichtig, das sind eigentlich die, die öfters Auftreten können.

Erst mal möchte ich euch ein frohes neues Jahr wünschen, ich hoffe ihr seid gut reingeschlittert. Wir bekamen ein Gläschen Sekt von den Ärzten spendiert, war lecker und tat gut. Ansonsten verlief der Abend ganz normal. Erst mal gab es Dinner For One, wie jedes Jahr, danach ganz normales Programm aber keine Musik, danach war mir nicht zumute, ich habe einfach ein wenig rumgeschaltet, eben aus Langeweile, was soll man sonst machen.....Heute habe ich mit meinem Vater geredet, und den älteren Herrn durch das Krankenhaus, geschickt um mir meinen Koffer zu holen, wo der Laptop drinnen war, ich selber weiß ja noch nicht da rüber kommt. Na er brauchte fast eine ganze Stunde, es ist ja auch verbaut hier, da müssten sie an jedem Besucher eigentlich einen Plan austeilen. Dann wurde meine Station gereinigt und er musste erst mal einen finden. Ich liege hier noch auf Zwischenintensiv wegen der Thrombose, keine Ahnung wo sie ist, da lag ich noch ein wenig im Delirium, bekam so einiges nicht mit. Meine Frau war Freitag morgen noch da, wir haben uns unterhalten, ich redete zuviel der Hals tat weh, na ja wenn ich einmal anfange, bremst mich so leicht nichts, aber es war mir eine Lehre, heute war ich nicht so gesprächig, nicht das der Hals wieder so schmerzt. Gott war die letzten Tage mir sehr nahe, gab mir Geduld und Ausdauer als ich angebunden aufwachte und die Schläuche noch in meinem Hals spürte, sie dürfen erst entfern werden wenn man richtig wach ist, sie dienen noch zur Bearbeitung. Ich habe das Bett misshandelt, andauernd gegen das Gitter geschlagen, ich kam nicht an die Klingel, war je gefesselt ans Bett, die Schwester war nur am meckern, ich soll das Bett in Ruhe lassen, aber ich kann es nicht leiden wenn man mich festbindet, bekomme dann ziemlich schnell Probleme, ich bekam eine Spritze und auf einmal wurde ich ruhiger, aber ganz ruhig. Vielleicht hatten sie Angst um ihr Bett, den mein Schlagen wurde brutaler und heftiger. Ich war richtig froh als jemand sagte die Schläuche kommen raus, aber dann wurde es richtig brutal nach dem die Draußen waren. Es wurde abgesaugt, da wird einem ein kleiner schlauch eingeführt, voll durch den Brechreiz und dann wird gesaugt, rein und raus das Teil, das würgen und das Husten tat richtig weh. Schmerzmittel bekam ich keine mehr, hatte schon alles an Maximumgrenze bekommen, doch dann kam sie an, eine Möglichkeit haben wir noch, ich wurde auf die Seite gelegt und schwupp etwas verschwand in mir, nicht auch noch das noch dachte ich, aber es war zu spät. Aber es half, Voltaaren Zäpfchen. Ich schlief wieder ein, bis zur Visite, da konnte ich fragen. Die OP dauerte drei stunden, der schwarze Fleck auf dem CT war ein Tumor, den wollten sie entfernen, als sie aber meine Lunge sahen, machten sie kurzen Prozess, sie wurde entfernt, sie war schon so zusammen gefallen das sie sich nicht mehr entfaltet hätte, so haben sie wieder gründlich gearbeitet, noch so eine Heimtücke des Krebs, er streut zwar auch wie andere, aber lieber schießt er gleich los, das  was wächst. Mittags kam auf Zwischenintensiv, da war ich glaub letztes Jahr auch schon. Dachte eigentlich das ich heute auf normal darf, aber wegen der Thrombose wollen sie mich übers Wochenende hier behalten, zur Beobachtung, na die Zimmernachbarn gehen so, aber es hätte schlimmer kommen können. Sie wollen mich so schnell wie möglich auf die Beine bekommen, wegen einer Chemo-, aber erst lehne ich sie ab, lasse mich auf Tabletten einstellen, zur LMAA Einstellung, mal schauen ob es hilft, das kann mir keiner sagen, sie hoffen nur, auch möchte ich gerne einen Psychologen an meiner Seite haben, de mich begleitet. Wie lange ich noch hier bin in Giessen das konnte mir keiner beantworten.
Die letzten Tage waren etwas unschön verlaufen. Zuerst hieß es sie kommen auf die normale Station, aber in Isolation, sie haben einen MRSA-Keim, der ist ja nicht schlimm, außerhalb des Krankenhauses. Innerlich freute ich mich, das heißt Einzelzimmer. Dann hieß es wir werden noch einen kleinen Eingriff machen, einen Cavaschirm setzen, Erklärung folgt noch,es ist ein Schirm der in der vene eingesetzt wird und den thrombus hindern soll zu wandern. Bei mir würde es, wenn er sich löst und richtung Lunge geht, tödlich enden.
Ich dachte man hätte mich aufgeklärt, weil ich auch was unterschreiben musste, aus Sichheitsgründen sollte ich eine Nacht auf Intensiv verbringen. Ich war bereit für den Eingriff, bekam auch was zum Dösen, doch es passierte nichts, die einwilligung fehlte. Das was ich unterschrieb war für die Narkose, der Eingriff wurde auf Dienstag verschoben, ich kam auf Intensiv, ohne TV und Radio, langweilig sag ich euch. Dienstag wurde der Eingriff gemacht, ich mußte noch eine Nacht dort bleiben, Mittwoch gehen sie hoch auf normal. Mittwoch hieß es, heute geht nicht, kein Zimmer frei, Donnerstag hieß es im laufe des Tages, so war es auch, kurz vor fünf war ich in meinem Zimmer, jetzt geht es aufwärts.
Die tage vergingen und jeden Tag konnte ich mehr, zuerst sitzen auf der Bettkante, dann auf den Toilettenstuhl und naher schaffte ich es selber auf die Toilette, waschen am Waschbecken. Ich wurde selbständig. Die Schmerzen waren dank der Schmerzpumpe zu ertragen, aber es kam der Tag wo sie ab sollte, ewig kann man sie nicht behalten
. Langsam wurde sie runtergedreht und die Rückenschmerzen fingen an, Tabletten statt Pumpe hieß es jetzt. Umstellung auf Tabletten, Schmerzpumpe war weg. Das waren zwei wirklich harte Tage. der Arzt gab mir in Bezug auf Schmerzmittel, Open End. Das heißt ich bekomme soviel wie ích will. Meistens nahm ich nur Dippi, den vollständigen Nmen weiß ich nicht mehr, ein Hammerzeug, du konntest fühlen wie dein Hirn weich und einem warm wurde. Dann hörten die Schmerzen auf und du wirst müde, das war das beste zeug was ich je bekam. Mittlerweile hat sich mein Körper mit den tabletten abgefunden, Schmerzpflaster, Schmerztabletten und Voltaren Kapseln. Wenn es ganz heftig wird habe ich noch Morphium da. Man kann es so ertragen, man merkt die schmerzen kaum noch. Ich bin jetzt zwar Krebsfrei, weil alles raus geschnitten wurde, aber gesund werde ich nicht mehr. Die Chemo die ich machen soll dient nur dazu den Krebs zu stoppen, ausbrechen kann er aber immer wieder noch, keiner kann sagen wann. Er wird sich bestimmt wieder unter den Kürzel der Bauchspeicheldrüse verstecken, so wie er jetzt gemacht hat. Daran denke ich nicht, es gibt nur einen der weiß wann es endet. Ansonsten fühle ich mich richtig wohl, bis das die Linke noch geschwollen ist, und ich mich nicht lange anstrengen kann. Das letzte Mal habe ich nach drei wochen das erste mal rasiert, dafür habe ich fast zwei Stunden gebraucht weil ich mich andauernd ausruhen musste. Die nächsten Tage geht es nach Hause, aber immer schön ruhig bleiben und machen, bloß keine Hektik.
Der Tag der Abreise ist da, ich liege auf dem Bett und warte, auf den Brief und die rezepte für die medikamente. Die Zeit geht gar nicht rum. Ich bin müde, die Augen wollen zufallen, aber sie bleiben nicht geschlossen. Gegen vier Uhr hat das Warten ein Ende ich bekomme die Papiere. Für den heimweg lasse ich mir ein Taxi kommen, bei den Spritpreisen ist es zu teuer das mich meine Frau holt, die Zuzahlung beträgt 10 Euro. Der Taxifahrer klopft an und tritt herein, er nimmt mein Gepäck und wir gehen runter zum Auto. Ich bin froh in dem Wagen zu sitzen, es war ein langer weg, und meine Beine werden schwach. Auf dem heimweg schlafe ich ein, geredet wird nicht viel, ich will nur nach Hause. Zuhause angekommen macht mir meine Große die Tür auf, ich steige aus, und gehe ums taxi rum, ergreife den Handlauf der Treppe, und schon spiele ich Papst und begrüsse zuerst den Boden.
Meine Familie hat mir eine Begrüßungsfahne selber gemalt und oben an das fenster gehangen, das konnte ich aus der Lage sehr gut erkennen, brauchte den Kopf nicht mehr hoch zu heben. Wie eine hilflose Schildkröte lag ich auf dem Rücken, alle vier nach oben gestreckt. Der Taxifahrer sagt meine Frau, war ziemlich erschrocken, er hilft mir hoch, und ich wanke die Treppen hoch und muss mich ersteinmal setzen. Der Kreislauf ist unten, mir wird komisch, aber ich halte mich wacker, ziehe den nassen Pullover und Hose aus, und falle auf die Couch. Ich bin fertig, fix und fertig. Die erste Nacht zu hause war schön, ich habe endlich seit langem wieder durchgeschlafen, sechs Stunden am Stück. Erholung pur, nach acht langen Wochen. Die letzten Tage zuhause, blühte ich wieder etwas auf, es gibt tage, da habe ich Schmerzen und liege fast nur auf der Couch, aber es gibt auch Tage da laufe ich viel durch die Wohnung, krabbel die Treppe rauf zu den Kinderzimmern und krabbel wieder runter. Bewegung baut auf, stärkt meine Muskeln die arg gelitten haben. Den ersten Muskelkater habe ich schon hinter mir, von der bewegung, mal schauen wieviele noch folgen. Viel Bewegung war es nicht, es war nur ums haus herum ins Auto, zum Arzt, zur Apotheke und wieder ums Haus herum.
Autofahren will ich noch nicht, solange ich Gummibeine habe, wenn ich zum Auto gehe, fasse ich kein Auto an, das geht nicht gut. Samstag war ich Baden, herrlich. Beim Abtrocknen und Anziehen musste mir meine Frau helfen, ein sehr seltsamen gefühl, man ist hilflos und braucht schon für Kleinigkeiten Hilfe. Man fühlt sich als belastung, weil man nichts machen kann, im haushalt. Wenn man doch helfen tut, braucht man Stunden, wie zum Saugen von zwei Zimmern habe ich fast zwei Stunden gebraucht, es war anstrengend. Man ist aber auch stolz wenn man mal was geschafft hat. Es wird noch etwas dauern bis das man wieder oben ist, der alte wird man nicht mehr werden, das kann ich vergessen und das weiß ich auch.
Am achten Februar ist der termin beim Onkologen, wegen einer Chemo. Gießen sagte man könnte sie in Tablettenform bekommen, ich will es hoffen, denn nochmal am Tropf hängen für eine gewisse zeit das möchte ich ungern, weiß auch nicht ob ich es schaffe.

Aktuelles  
  wie schon aufgefallen ist, kann ich die homepage nicht so fortführen, wie es sich viele wünschen.
ich bin zu sehr in trauer und habe kaum kraft, um die homepage fortzuführen

Ich vermisse meinen Schatz....
 
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Brief von Jesus  
  Du bist einmalig und wunderschön in meinen Augen. Ich sage zu dir: geliebtes Kind. Nichts ist mir zu kostbar für dich - ich bin bereit, alles, wirklich alles, für dich hinzugeben. Mich selbst gebe ich hin für dich.

Was ich dafür von dir möchte? Deine Sorgen, deine Not, deine Unsicherheit, deinen Schmerz und deine Ängste. Gib sie mir und dazu deine Tränen, deine Verzweiflung.

Und ich gebe dir dafür Anteil an meinem Frieden, an meiner Liebe, an meiner Kraft, an meiner Geduld, an meiner Stärke, an meiner Freude, an meinem Königreich.

Keinen Schritt machst du, ohne dass ich bei dir bin. Geh du deinen Lebensweg in der Gewissheit: Du bist nicht allein - und in der Gewissheit, dass er dich nach Hause führt zu deinem himmlischen Vater und zu mir.

Dein Freund Jesus
 
Ich war nie alleine, denn ich sah...  
  Spuren im Sand
Eines Nachts hatte ich einen Traum:
Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn. Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten, Streiflichtern gleich, Bilder aus meinem Leben. Und jedesmal sah ich zwei Fußspuren im Sand, meine eigene und die meines Herrn. Als das letzte Bild an meinen Augen vorübergezogen war, blickte ich zurück. Ich erschrak, als ich entdeckte, daß an vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Spur zu sehen war. Und das waren gerade die schwersten Zeiten meines Lebens.

Besorgt fragte ich den Herrn:
"Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen, da hast du
mir versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein. Aber jetzt entdecke ich, daß in den schwersten Zeiten meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist. Warum hast du mich allein gelassen, als ich dich am meisten brauchte?"

Da antwortete er:
"Mein liebes Kind, ich liebe dich und werde dich nie allein lassen, erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.
Dort wo du nur eine Spur gesehen hast, da habe ich dich getragen."
 
Eines meiner Lieblingslieder, Anker in der Zeit  
  Es gibt bedingungslose Liebe,
die Alles trägt und nie vergeht.
Und unerschütterliche Hoffnung,
die jeden Test der Zeit besteht!
Es gibt ein Licht, das uns den Weg weißt,
auch wenn wir jetzt nicht Alles sehn.
Es gibt Gewissheit unseres Glaubens,
auch wenn wir manches nicht verstehn.

Es gibt Versöhnung, selbst für Feinde,
und echten Frieden nach dem Streit!
Vergebung für die schlimmsten Sünden,
ein neuer Anfang jeder Zeit!
Es gibt ein ew'ges Reich des Friedens,
in uns'rer Mitte lebt es schon!
Ein Stück vom Himmel hier auf Erden,
in Jesus Christus, Gottes Sohn!

Er ist das Zentrum der Geschichte!
Er ist der Anker in der Zeit!
Er ist der Ursprung allen Lebens,
und unser Ziel in Ewigkeit,
und unser Ziel in Ewigkeit.

Es gibt die wunderbare Heilung,
die letzte Rettung in der Not.
Und es gibt Trost in Schmerz und Leiden,
ewiges Leben nach dem Tod!
Es gibt Gerechtigkeit für Alle,
für uns're Treue ew'gen Lohn!
Es gibt ein Hochzeitsmahl für immer,
mit Jesus Christus, Gottes Sohn!

Er ist das Zentrum der Geschichte!
Er ist der Anker in der Zeit!
Er ist der Ursprung allen Lebens,
und unser Ziel in Ewigkeit,
und unser Ziel in Ewigkeit.
(Albert Frey)
 
Du hast die Wunden mir geheilt  
  Du hast die Wunden mir geheilt;
die Schmerzen sind vorbei.
Du bist zu Hilfe mir geeilt; ich fühl das Leben neu.
Du hast dem Arzt die Hand geführt,
durch seine Kunst mich angührt,
und ich hab deine Kraft gespürt. Das Herz ist frei.
Du hast die Wunden mir geheilt;
die Schmerzen sind vorbei.
Du bist zu Hilfe mir geeilt; ich fühl das Leben neu.
Ein Wort biss mir die Seele wund.
Doch dein Wort machte mich gesund;
es kam aus einem Menschenmund. Das Herz ist frei.
Du hast mich manchmal schnell geheilt,
und manchmal nur mit mir die Ängste und und den Schmerz geteilt. Auch dafür dank ich dir. Heut hilfst du so und morgen so; ich staune, wie und wann und wo.
Wenn du nur da bist, bin ich froh. Das Herz wird frei.
 
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