Mein Krebs und der Weg zu Gott
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Leben nach der Chemo
Die Chemo- ist beendet, und wie geht es nun weiter? Man lebt mit der Angst erstmal und mit der frage war das kein Fehler. Es kann alles zu spät sein, es kann vorbei sein, aber dennoch bleibe ich bei meiner Meinung, es geht mir besser, ohne die Chemie statt mit Chemie. Na der Körper braucht noch etwas, um das ganze zeug zu verarbeiten, aber das wird schon werden. Die Finger und Füße sind immer noch sehr Kälte empfindlich, und wenn mir die tränen in den Augen steigen brennt es wie Feuer. Das sind noch die Nebenwirkungen.  Die Freitodgedanken gehen zurück, die nerven liegen noch blank, so schnell wird das nichts werden, ich denke mal das wird so ein halbes Jahr dauern, bis das es normalisiert ist. Ich lebe mein Leben als wäre nie was gewesen, man weiß nicht wann man sterben wird, wenn man gesund ist. So lebe ich auch, zumindest ich versuche es, so gut es geht. Die Kinder nerven mich noch voll, aber es wird besser, ich halte schon 20 Sekunden aus ohne auszurasten. Am schlimmsten merkt man, das man nicht gesund ist, wenn man sich mal anstrengen tut. Neben dem haus habe ich Platten verlegt, ziemlich heftig, habe locker vier tage gebraucht, früher ging so was in einem Tag, aber es geht nicht mehr.
Die Lebensfreude steigt, ich fange wieder an zu lachen, fühle mich nicht mehr so, als würde man auf dem Boden liegen und immer wieder einen drauf bekommen, so wie es mal war. Es klingt komisch, aber so war es, du fühlst dich total schlecht, liegst quasi auf dem Boden, und alle umstände die dich etwas nerven prügeln auf dich ein, kein schönes Gefühl. Du liegst auf der Couch, bist müde, aber richtig schlafen kannst du nicht, weil du nicht alleine bist, fällst nur in einem Dimmerzustand, jeder Luftzug macht dich wach. Der Luftzug fühlt sich an wie eine peitsche, die dir sagen will, hier wird nicht geschlafen. Die Chemo- lässt nach, alles wird wieder besser, bis auf das man nicht mehr so belastbar ist, aber das liegt nicht an der Chemo-, das liegt an den Erguss an der Lunge. Ich hoffe das er irgendwann mal weggehen wird, und sich alles normalisiert.  Es gibt noch so einige zu tun, was gemacht wird, aber alles mit der Ruhe. Unkraut entfernen, Zaun errichten und Wintergarten umbauen. Ich sehe die Arbeit nicht mehr so wie es mal war, sie muss direkt erledigt werden, nein mit der Ruhe gelingt es noch besser.
Mein leben habe ich nach der Krankheit ausgerichtet, keine Zigaretten mehr, ab und zu mal ein Glas Bier, ist ganz selten geworden, fettreduziertes Essen und ich versuche Stress zu vermeiden. Mehr kann man nicht machen, man kann nur Leben, man weiß nichts genaues, was in einem ist, wenn man entschließt, nein ich will nicht mehr zu sagen.
Am 12.07.2010 soll noch mal ein CT gemacht werden, vorher kontrolliert meine Hausärztin ab und zu mal Blut. Der Rentenantrag ist gestellt, und läuft. Mal schauen was da rauskommt, große Hoffnung habe ich nicht, das er genehmigt wird, aber abwarten. Mir gefällt meine Leben zur zeit so am besten, auch wenn es Finanziell etwas anders aussieht, aber ich fühle mich wohl, kein Stress mehr. Ich will erst mal Leben, als wenn nichts gewesen wäre, so als wüsste ich von nichts und bis jetzt klappt das sehr gut. Man weiß nie was passiert.
An langen Wochenenden oder so mal zwischendurch, fahren wir zum Campingplatz. Dort kann ich richtig entspannen, diese Ruhe, Bewegung die ich hier mir nicht gönne, weil ich keine Lust habe, bergauf und bergab zu laufen, hole ich dort nach, wir fahren in der Gegend rum und schauen uns Städte an, ich laufe sehr viel. Ich lebe einfach nur geniesse, und wenn ich meine Medikamente nicht nehmen müsste, Verdauung, Magenschutz, Schmerztabletten, wäre es ein fast normales leben, was ich führe. Die Medikamente, die narbe und die Belastbarkeit zeigen mir immer, es ist nicht mehr so wie es mal war.
Aktuelles  
  wie schon aufgefallen ist, kann ich die homepage nicht so fortführen, wie es sich viele wünschen.
ich bin zu sehr in trauer und habe kaum kraft, um die homepage fortzuführen

Ich vermisse meinen Schatz....
 
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Brief von Jesus  
  Du bist einmalig und wunderschön in meinen Augen. Ich sage zu dir: geliebtes Kind. Nichts ist mir zu kostbar für dich - ich bin bereit, alles, wirklich alles, für dich hinzugeben. Mich selbst gebe ich hin für dich.

Was ich dafür von dir möchte? Deine Sorgen, deine Not, deine Unsicherheit, deinen Schmerz und deine Ängste. Gib sie mir und dazu deine Tränen, deine Verzweiflung.

Und ich gebe dir dafür Anteil an meinem Frieden, an meiner Liebe, an meiner Kraft, an meiner Geduld, an meiner Stärke, an meiner Freude, an meinem Königreich.

Keinen Schritt machst du, ohne dass ich bei dir bin. Geh du deinen Lebensweg in der Gewissheit: Du bist nicht allein - und in der Gewissheit, dass er dich nach Hause führt zu deinem himmlischen Vater und zu mir.

Dein Freund Jesus
 
Ich war nie alleine, denn ich sah...  
  Spuren im Sand
Eines Nachts hatte ich einen Traum:
Ich ging am Meer entlang mit meinem Herrn. Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten, Streiflichtern gleich, Bilder aus meinem Leben. Und jedesmal sah ich zwei Fußspuren im Sand, meine eigene und die meines Herrn. Als das letzte Bild an meinen Augen vorübergezogen war, blickte ich zurück. Ich erschrak, als ich entdeckte, daß an vielen Stellen meines Lebensweges nur eine Spur zu sehen war. Und das waren gerade die schwersten Zeiten meines Lebens.

Besorgt fragte ich den Herrn:
"Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen, da hast du
mir versprochen, auf allen Wegen bei mir zu sein. Aber jetzt entdecke ich, daß in den schwersten Zeiten meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen ist. Warum hast du mich allein gelassen, als ich dich am meisten brauchte?"

Da antwortete er:
"Mein liebes Kind, ich liebe dich und werde dich nie allein lassen, erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.
Dort wo du nur eine Spur gesehen hast, da habe ich dich getragen."
 
Eines meiner Lieblingslieder, Anker in der Zeit  
  Es gibt bedingungslose Liebe,
die Alles trägt und nie vergeht.
Und unerschütterliche Hoffnung,
die jeden Test der Zeit besteht!
Es gibt ein Licht, das uns den Weg weißt,
auch wenn wir jetzt nicht Alles sehn.
Es gibt Gewissheit unseres Glaubens,
auch wenn wir manches nicht verstehn.

Es gibt Versöhnung, selbst für Feinde,
und echten Frieden nach dem Streit!
Vergebung für die schlimmsten Sünden,
ein neuer Anfang jeder Zeit!
Es gibt ein ew'ges Reich des Friedens,
in uns'rer Mitte lebt es schon!
Ein Stück vom Himmel hier auf Erden,
in Jesus Christus, Gottes Sohn!

Er ist das Zentrum der Geschichte!
Er ist der Anker in der Zeit!
Er ist der Ursprung allen Lebens,
und unser Ziel in Ewigkeit,
und unser Ziel in Ewigkeit.

Es gibt die wunderbare Heilung,
die letzte Rettung in der Not.
Und es gibt Trost in Schmerz und Leiden,
ewiges Leben nach dem Tod!
Es gibt Gerechtigkeit für Alle,
für uns're Treue ew'gen Lohn!
Es gibt ein Hochzeitsmahl für immer,
mit Jesus Christus, Gottes Sohn!

Er ist das Zentrum der Geschichte!
Er ist der Anker in der Zeit!
Er ist der Ursprung allen Lebens,
und unser Ziel in Ewigkeit,
und unser Ziel in Ewigkeit.
(Albert Frey)
 
Du hast die Wunden mir geheilt  
  Du hast die Wunden mir geheilt;
die Schmerzen sind vorbei.
Du bist zu Hilfe mir geeilt; ich fühl das Leben neu.
Du hast dem Arzt die Hand geführt,
durch seine Kunst mich angührt,
und ich hab deine Kraft gespürt. Das Herz ist frei.
Du hast die Wunden mir geheilt;
die Schmerzen sind vorbei.
Du bist zu Hilfe mir geeilt; ich fühl das Leben neu.
Ein Wort biss mir die Seele wund.
Doch dein Wort machte mich gesund;
es kam aus einem Menschenmund. Das Herz ist frei.
Du hast mich manchmal schnell geheilt,
und manchmal nur mit mir die Ängste und und den Schmerz geteilt. Auch dafür dank ich dir. Heut hilfst du so und morgen so; ich staune, wie und wann und wo.
Wenn du nur da bist, bin ich froh. Das Herz wird frei.
 
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